Schüsse in Köln: Polizei sieht Streit im Rocker-Milieu

Köln - Rivalisierende Rocker-Banden sollen für die wiederholten Schüssen in der Kölner Innenstadt am vergangenen Freitag (TAG24 berichtete) verantwortlich sein.

Einschusslöcher sind in einer Glasscheibe vor einer Spielhalle im Stadtteil Buchheim zu sehen - vor dem Gebäude steht ein Motorrad.
Einschusslöcher sind in einer Glasscheibe vor einer Spielhalle im Stadtteil Buchheim zu sehen - vor dem Gebäude steht ein Motorrad.  © DPA

Ermittler sähen in den Taten eine Eskalation andauernder Streitigkeiten im Rocker-Milieu, teilte die Polizei am Montagabend (7. Januar) mit.

Zu den Hintergründen wollen sich die Ermittler am Mittwoch in einer Pressekonferenz äußern.

Nach der Untersuchung des Tatortes in Köln-Buchheim, wo Unbekannte am späten Freitagabend eine Reihe von Schüssen auf einen belebten Spielsalon abgaben, ermitteln Staatsanwaltschaft und Polizei Köln nun nach eigenen Angaben wegen versuchter Tötungsdelikte.

Potenzielle Zeugen verweigerten bislang laut Polizei allerdings die Aussage.

Als mehr als ein Dutzend Schüsse auf die Spielhalle abgegeben wurden, waren nach früheren Angaben 15 bis 20 Gäste anwesend. Nur durch Zufall wurde dabei niemand verletzt, erklärten die Ermittler am Montagabend.

Rivalitäten zwischen Hells Angels und Bandidos sollen eskaliert sein

Wenige Stunden vor den Schüssen in Köln-Buchheim waren am Freitagnachmittag in der Kölner Innenstadt nahe dem Hauptbahnhof auf offener Straße Schüsse gefallen (TAG24 berichtete). Auch hier wurde niemand verletzt.

In der Nähe wurde jedoch ein 29-jähriger Tatverdächtiger festgenommen, der inzwischen in Untersuchungshaft sitzt. Dabei soll es sich laut den Ermittlern um einen bewaffneten Rocker handeln.

Nach Berichten von Kölner Medien hat sich zuletzt die Rivalität zwischen Hells Angels und Bandidos in der Stadt zugespitzt.

Als die Schüsse abgegeben wurden, befanden sich 15 bis 20 Personen in der Spielhalle.
Als die Schüsse abgegeben wurden, befanden sich 15 bis 20 Personen in der Spielhalle.  © DPA

Titelfoto: DPA

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