Mehr Flüchtlingskinder in Schulklassen

Brunhild Kurth (61, CDU) gab am Mittwoch in einer Pressekonferenz Auskunft über den aktuellen Stand in den sächsischen Schulen.
Brunhild Kurth (61, CDU) gab am Mittwoch in einer Pressekonferenz Auskunft über den aktuellen Stand in den sächsischen Schulen.

Dresden - Am Montag startet das neue Schuljahr. Neben "üblichen" Herausforderungen wie Lehrermangel und vollen Klassen müssen sich die Schulen auf mehr Flüchtlingskinder einstellen.

Für 451.000 sächsische Schüler startet am 24. August das Schuljar 2015/2016. Unter ihnen: 36.200 Erstklässler, 25.670 Kinder mit Migrationshintergrund (aus mehr als 140 Ländern); 3751 Flüchtlingskindern wird in 290 "Vorbereitungsklassen" der Einstieg in den Schulalltag erleichtert (ein Plus von mehr als 70 Prozent).

Die Herausforderung, sie in die herkömmlichen Klassenverbände zu integrieren, ist groß. Vor allem, da die Kapazitäten der Klassenräume wie so oft schon längst ausgeschöpft sind.

Kultusministerin Brunhild Kurth (61, CDU) spricht sich für "unkonventionelle Lösungen aus". Denn reine Migrationsklassen wird es trotz der steigenden Anzahl an Flüchtlingskindern nicht geben. Auch einen Prozentsatz für die Klassen schließt sie aus.

Für 451.000 Kinder beginnt am Montag das neue Schuljahr.
Für 451.000 Kinder beginnt am Montag das neue Schuljahr.

Einig ist sich Kurth z.B. mit SPD-Fraktionschef Dirk Panter, wenn es darum geht, mehr Personal einzustellen, dass an den Schulen Deutsch als Fremdsprache unterrichten kann.

Die Grünen bemängeln hingegen das an den Tag gelegte Tempo des Freistaates, wenn es um die Integration von Flüchtlingskindern geht.

Erste Maßnahmen, um der Situation Herr zu werden, wurden getroffen. Während im vergangenen Schuljahr rund 850 Lehrer in den Ruhestand gingen, wurden zu diesem Schuljahr mehr als 1000 Lehrer unbefristet eingestellt. Weitere 50 befristet eingestellte Lehrkräfte sollen sich primär um den Unterricht der Flüchtlingskinder kümmern.

"Das Schuljahr kann reibungslos starten, vor jeder Klasse wird ein Lehrer stehen", versichert die Kultusministerin.

Fotos: dpa/David Ebener, Thomas Türpe


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