Die meisten bayerischen Mittelschüler peilen Lehre an

München - Die bayerischen Mittelschüler neigen viel stärker zu einer beruflichen Ausbildung als Hauptschüler in anderen Bundesländern.

Der DGB-Landesvorsitzende Matthias Jena unterstrich die hohe Abi-Quote im Freistaat.
Der DGB-Landesvorsitzende Matthias Jena unterstrich die hohe Abi-Quote im Freistaat.  © Daniel Karmann/dpa

Das ergab eine Umfrage des Deutschen Jugendinstituts (DJI) für den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB).

Zwei Drittel der bayerischen Mittelschüler planten, nach dem Schulabschluss eine Berufsausbildung aufzunehmen, teilte der DGB am Freitagmorgen in München mit.

Nur jeder Vierte im Freistaat habe angegeben, weiter zur Schule gehen zu wollen.

In anderen Bundesländern peilte laut Umfrage nicht einmal die Hälfte der Befragten eine Lehre an, jeder Dritte wollte weiterhin die Schulbank drücken, so eine dpa-Mitteilung.

Etwa 200.000 Schüler und damit 30 Prozent eines Jahrgangs besuchen in Bayern eine Mittelschule.

Ihre Aussichten auf dem Ausbildungsmarkt sind laut DGB besser als die von Hauptschulabsolventen in anderen Bundesländern.

"Die bayerischen Mittelschüler sind motiviert und ambitioniert. Eine Distanz zur Schule oder eine Drop-out-Mentalität spielt kaum eine Rolle", sagte Christine Steiner, wissenschaftliche Referentin am DJI.

Der DGB-Landesvorsitzende Matthias Jena betonte, dass der Anteil der Ausbildungsanfänger mit Mittelschulabschluss in Bayern seit Jahren sinke, der Anteil der Abiturienten steige.

Bayern weist laut DGB unter den westdeutschen Ländern die geringste Ungelerntenquote aus. Ungelernte sind häufiger prekär beschäftigt oder arbeitslos.

Eine Distanz zur Schule oder eine Drop-out-Mentalität spielen in Bayern laut Deutschen Jugendinstitut kaum eine Rolle.
Eine Distanz zur Schule oder eine Drop-out-Mentalität spielen in Bayern laut Deutschen Jugendinstitut kaum eine Rolle.  © Armin Weigel/dpa

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

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