Aus Angst vor Terror: Schule sagt Fahrten ins europäische Ausland ab

In die Städte London, Prag und Wien will die Schule vorerst nicht reisen. (Symbolbild)
In die Städte London, Prag und Wien will die Schule vorerst nicht reisen. (Symbolbild)  © DPA

Steinhagen - Es ist beschlossene Sache. Das Steinhagener Gymnasium wird die üblichen Ziele wie London, Prag und Wien nicht mehr auf Studienfahrten bereisen. Der Grund dafür ist die Angst vor Terroranschlägen.

Auf einer Lehrerkonferenz in der vergangenen Woche wurden die neuen Reiseziele besprochen. Anstatt in die großen Europametropolen zu fahren, geht es stattdessen in Städte wie zum Beispiel Oxford. Gegenüber dem Haller Kreisblatt bedauerte Schulleiter Josef Scheele-von Alven diese Entscheidung, hält sie aber für unvermeidbar.

"Diese Entwicklung hat sich in den vergangenen Jahren bereits angebahnt", erklärte der Schulleiter mit Blick auf die zurückliegenden Terrorereignisse.

Ein paar Eltern, aber auch Lehrer, seien in Panik geraten und hatten durchblicken lassen, dass die Schule nicht für die Sicherheit bei Studienfahrten garantieren könne.

"Wir kriegen in der Schulgemeinschaft inzwischen keinen Konsens mehr in dieser Frage hin", teilte er mit.

Bereits im vergangenen Jahr war ein Englisch-Leistungskurs während einer Studienfahrt nach London auf Grund von Sicherheitsbedenken raus ins Umland gefahren. "Dann können wir uns eine Londonfahrt aber auch gleich sparen", erläuterte der Schulleiter und fuhr fort: "Immer ist die Rede davon, wir dürften uns von den Terroristen in unserem Leben nicht einschränken lassen, aber genau das ist längst passiert."

Trotzdem müsse er der Verantwortung eines Schulleiters gerecht werden und werde daher geplante Reisen nicht erlauben.

Selbst Wien, das bislang von Anschlägen verschont blieb, sei laut einigen Eltern nicht mehr zumutbar, weil sich dort die UNO-City befände.

Das Steinhagener Gymnasium steht mit der Problematik nicht alleine da, auch an anderen Schulen wird über die Sicherheitslage bei Klassenfahrten in Großstädte diskutiert.

Titelfoto: DPA


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