Berlin: Diese Weihnachtsbäume sollen Radfahrer vor Autos schützen

Berlin - Das ist mal eine nadelige Idee. Aktivisten für "fairen Radverkehr" reihten Weihnachtsbäume auf der Oberbaumbrücke aneinander. Sie wollen so ein Zeichen für ein ausgeglicheneres Auto/Rad-Verhältnis auf den Straßen Berlins setzen.

Weihnachtsbäume auf der Oberbaumbrücke.
Weihnachtsbäume auf der Oberbaumbrücke.  © Netzwerk Fahrradfreundliches Friedrichshain-Kreuzb

Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum – zwei Wochen nach dem Heiligen Fest wollen die Berliner ihre nadeligen Gefährten einfach nur noch loswerden und das alte Jahr(zehnt) hinter sich lassen.

Deshalb liegen dieser Tage zahlreiche Bäumchen zur Abholung auf den Straßen der Hauptstadt herum. Für diese fanden Aktivisten jetzt aber eine andere Verwendung.

Kurzerhand schnappten sie sich ein paar herumliegende Bäumchen und stellten sie in einer Reihe auf der Oberbaumbrücke zwischen Radweg und Autofahrbahn, um ein Zeichen für einen gleichberechtigten Verkehr zu setzen.

"Wir hatten die Idee, hier einen nachhaltigen, geschützten Radstreifen einzurichten", erklärte Initiatorin Inge Lechner gegenüber dem Berliner Abendblatt. "Der Radstreifen entspricht nicht den Anforderungen", beschwert sie sich. Er sei viel zu schmal auf der viel befahrenen Straße, auf der es immer wieder zu Unfällen kommt, bei denen Radfahrer von Autos gerammt werden.

"Das ist gleich eine schöne Verwendung für die armen, alten Weihnachtsbäume", sagt die Aktivistin mit einer konsumkritischen Note. Das Netzwerk hat nach der Aktion allerdings mit der Polizei Probleme, wie sie auf Facebook verrät, und sucht nach rechtlicher Unterstützung.

Das Netzwerk Fahrradfreundliches Friedrichshain-Kreuzberg setzt sich schon lange für mehr Platz für Radfahrer auf Berliner Straßen ein.

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