Schutzkleidung in Zeiten von Corona

Deutschland – Anbieter von Schutzkleidung und Mundschutz gehören mit zu den großen Profiteure in der Coronakrise. Hatte ein Mundschutz vor nicht allzu langer Zeit noch nur ein paar Cent gekostet, werden heute Preise teilweise bis zu 20 Euro und mehr aufgerufen. 

Der Grund für das Dilemma ist, dass einfach zu wenige Masken auf dem Markt vorhanden sind.

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Die Masken werden in China hergestellt und nun dringend weltweit benötigt. Es hatte sich zwischenzeitlich ein regelrechtes Hauen und Stechen auf den Märkten abgespielt, was die Preise enorm in die Höhe schießen ließ. 

Auch Schutzkleidung wie Schutzanzüge, Schutzbrillen und Handschuhe sind nachgefragt wie nie, da sie und selbst in Pflegeeinrichtungen, Reha-Institutionen, in fast allen Stationen von Krankenhäusern sowie in Arztpraxen benötigt werden.

Wie es von Seiten der Ärzte und des Pflegepersonals heißt, ist der Bedarf an Schutzkleidung bei weitem noch nicht gedeckt. 

So manch ein Hausarzt behilft sich daher provisorisch mit einem Regen-Cape und einer Taucherbrille.

Muss man zu Hause Schutzkleidung tragen?

Nach Ansicht der Experten ist es nicht notwendig zu Hause Schutzkleidung zu tragen. Nur wer mit Bussen und Bahnen fährt, ist verpflichtet einen Mundschutz zu tragen. In anderen Bundesländern sind auch in Supermärkten Masken Pflicht. 

Auch schreiben viele Arbeitgeber wie die großen Supermarktketten Mundschutz für ihre Mitarbeiter vor. Kunden im Supermarkt müssen vielerorts ebenfalls einen Mundschutz tragen. Einige Kommunen haben sogar eine generelle Pflicht zum Tragen von Mundschutz im öffentlichen Raum angeordnet.

Für zu Hause gelten dagegen die allgemeinen Hygienerichtlinien. Damit ist vor allem gemeint, dass sich die Menschen regelmäßig die Hände mit Seife waschen, Oberflächen desinfizieren, in die Armbeuge abhusten und Einwegtaschentücher benutzen. Wer in Quarantäne zu Hause ist, braucht schon deshalb keine weitere Ausrüstung, weil er angehalten ist zu Hause zu bleiben und keinen Kontakt mit anderen zu pflegen.

Letzteres ist in Familien zugegebenermaßen natürlich schwierig, da sich die Familienangehörigen ja nicht aus dem Weg gehen können. Dennoch wird auch hier keine Schutzkleidung zu Hause empfohlen, sondern lediglich bei einer nachgewiesenen Ansteckung mit dem Coronavirus getrennter Aufenthalt von den nicht infizierten Familienmitgliedern. 

Mit Ausnahme von Mundschutz würde das Kaufen von Schutzkleidung durch private Personen noch zusätzlichen Druck auf die Märkte erzeugen und das Bereitstellen der dringend benötigten Utensilien für das Pflege- und Arztpersonal im Gesundheitswesen noch einmal erschweren.

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Viele Unternehmen haben mittlerweile die Produktion teilweise umgestellt

Um die hohe Nachfrage nach Mundschutz und Schutzkleidung zu befriedigen, aber auch um einen Teil der vielerorts stillgelegten Produktionen zu beleben, haben bereits viele Unternehmen auf die Produktion von Schutzkleidung umgestellt. 

Unternehmen wie die Ott Group in Forchheim, zahlreiche kleine und große Textilunternehmen aber auch Industrieunternehmen stellen nun Mundschutz und andere Schutzausrüstungen her.

Ziel der Bundesregierung ist es, dass es zukünftig einen eigenen Schutzkleidungs- und FFP-Masken-Sektor in Deutschland gibt, der den Bedarf auch in einer Krise hierzulande decken kann und somit die Abhängigkeit von China bei diesen Ausrüstungen beendet. 

Bedingung ist natürlich, dass es Abnahmegarantien seitens des Staates gibt und faire Preise vereinbart  werden können, sodass die Produktionskosten gedeckt und eine vernünftige Gewinnmarge vorhanden bleibt. 

Titelfoto: pixabay @ornaW


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