Kleiner Junge (†3) im Fluss ertrunken? Nun steht fest, woran das Kind starb

Schwäbisch Gmünd - Nachdem ein dreijähriges Kind am Montag ums Leben gekommen ist und in der Rems gefunden wurde, steht die Todesursache fest.

Von diesem Spielplatz entfernte sich der Junge unbemerkt.
Von diesem Spielplatz entfernte sich der Junge unbemerkt.  © Christoph Schmidt/dpa

"Dem vorläufigen Ergebnis der Obduktion nach starb der Junge an einem Kälteschock, der zum Herzstillstand führte", so ein Sprecher des Polizeipräsidiums Aalen gegenüber TAG24. "Ein Ertrinken ist eher unwahrscheinlich."

Das Wasser der Rems sei zu dem Zeitpunkt etwa fünf Grad kalt gewesen sein.

Wie berichtet, hatte sich der Junge am Montag unbemerkt von einer 19-köpfigen Kindergartengruppe von einem Spielplatz entfernt und war wohl in Richtung Ufer gelaufen.

Nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Polizei waren zu dem Zeitpunkt drei Personen mit der Aufsicht der Kinder beschäftigt.

Nach einer Suchaktion konnte der Bub nur noch tot aufgefunden werden. Eine Obduktion wurde danach angeordnet. Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei dauern an.

Update: 16.15 Uhr

Stadt wartet Ermittlungen ab

Kerzen, Blumen und Kuscheltiere stehen vor dem Eingang zum Spielplatzgelände.
Kerzen, Blumen und Kuscheltiere stehen vor dem Eingang zum Spielplatzgelände.

Wie berichtet, soll ein Zaun zwischen dem Spielplatz und dem Ufer erneuert werden. Außerdem werde der Spielplatz nicht mehr von Kindergärten aus der Stadt aufgesucht, sagte Stadtsprecher Markus Herrmann am Mittwoch auf Anfrage gegenüber der dpa.

Die Stadt werde die Ermittlungen abwarten und dann Konsequenzen ziehen, so Herrmann. "Allerdings ist bereits klar, dass kein Baustein des Betreuungskonzepts in Schwäbisch Gmünd von uns unkontrolliert bleiben wird. Wir werden genau prüfen, wo wir etwas verbessern können."

Ein Weiter-So sei sicher nicht mehr möglich, hatte der Erste Bürgermeister der Stadt, Joachim Bläse, bereits am Dienstagabend nach weiteren Gesprächen mit den Betreuerinnen und den Eltern angekündigt.

Den Erzieherinnen in den Betreuungseinrichtungen müsse aber auch die Sicherheit gegeben werden, dass sie auf Ausflüge mit den Kindern nicht verzichten. "Es darf nicht sein, dass man sich jetzt einschließt mit den Kindern", sagte Herrmann.

Titelfoto: dpa/Sebastian Gollnow

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