Schwalben-Ärger auf der Millionenbaustelle

Über 40 Brutpaare der Mehlschwalben haben sich an der Brücke angesiedelt.
Über 40 Brutpaare der Mehlschwalben haben sich an der Brücke angesiedelt.  © Amac Garbe

Dresden - Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Viele Schwalben jedoch können einen Millionenbau erheblich beeinträchtigen.

Mehr als 40 Schwalbenpaare bauen momentan auf der Unterseite der Augustusbrücke ihre Nester und starten mit der ersten Brut. Die Bauarbeiter müssen Rücksicht nehmen.

„An der oberstromigen Seite werden Netze gespannt, um das Brüten von Mehlschwalben an den Brückenbögen zu unterbinden“, erklärt ein Stadtsprecher die aktuellen Maßnahmen.

Laut Sächsischem Umweltamt dürfen Schwalbennester in der Regel nicht zerstört und die Tiere nicht gestört werden. Das schreibt das Bundesnaturschutzgesetz vor.

Die Brückenbauer probieren es deshalb mit einem Kompromiss: An den Stellen, wo bereits Nester hingen, wurden große Löcher geschlitzt, die Brutstätten freigehalten. Andere Schwalben ignorieren die Netze bereits, bauen ihre lehmigen Unterkünfte einfach davor. Die westliche Brückenseite soll für die Zugvögel vorerst frei erreichbar bleiben.

Auf der Brücke laufen derweil die Sanierungsarbeiten ohne Komplikationen: Auf der westlichen Brückenseite asphaltieren Bauarbeiter ab heute den provisorisch verbreiterten Gehweg. Nächste Woche folgt die andere Seite.

„Ab 6. Juni werden die Granitkrustenplatten des Gehwegs auf östlicher Brückenseite ausgebaut“, so die Ankündigung. Insgesamt soll die komplette Sanierung etwa 23 Millionen Euro kosten.





Die Augustusbrücke soll für 23 Millionen saniert werden.
Die Augustusbrücke soll für 23 Millionen saniert werden.  © Amac Garbe

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