Mutter erfährt zufällig über Facebook, dass sie an gefährlicher Krankheit leidet

Denham Springs (USA) - Frauen müssen während der Schwangerschaft auf viele Dinge achten. Doch abgesehen von dem Verzicht auf Alkohol, der Einnahme von bestimmten Nährstoffpräparaten und sich zum Beispiel beim Heben nicht zu übernehmen, gibt es noch eine weitere Sache, die nicht ignoriert werden sollte.

Christina hat vor zwei Jahre ihr erstes Kind bekommen.
Christina hat vor zwei Jahre ihr erstes Kind bekommen.  © Facebook/Christina DePino

Christina DePino, eine Mutter aus den USA, hat ganz zufällig über Facebook herausgefunden, dass sie sich in einem gefährlichen Zustand befindet.

Die junge Frau beklagte sich auf dem sozialen Netzwerk über einen lästigen Juckreiz, unter dem sie während ihrer Schwangerschaft litt. Im dritten Trimester wurde es so unerträglich, dass sie sich Hilfe bei anderen Müttern suchte.

"Es begann als Juckreiz am ganzen Körper, der an meinen Handflächen und Fußsohlen deutlich schlimmer wurde", erklärt Christina in einem Interview. "Es ging so weit, dass ich nachts nicht mehr schlafen konnte... meine Arme und Beine bluteten von all dem Kratzen."

Als sich daraufhin viele Facebook-Freunde nach ihrem Posting bei ihr meldeten, war Christina kurz geschockt: Denn viele vermuteten, das die werdende Mutter unter einer gefährlichen Krankheit leiden würden - gefährlich vor allem für das Kind!

Juckreiz währen der Schwangerschaft sollte man nicht ignorieren.
Juckreiz währen der Schwangerschaft sollte man nicht ignorieren.

Die sogenannte Cholestase, eine Lebererkrankung, erhöht laut Yahoo 7 News das Risiko für Totgeburten und vorzeitige Wehen.

Christina befand sich in der 35. Schwangerschaftswoche, als sie beunruhigt einen Arzt aufsuchte. Der stellte bei ihr nach einer Blutuntersuchung tatsächlich eine intrahepatische Cholestase fest!

Der Mediziner veranlasste deswegen, dass Christinas Baby in der 37. Woche auf die Welt geholt wurde. Man wollte gesundheitliche Komplikationen für das Kind vermeiden.

"In dem Moment, als ich mein wunderschönes Baby in den Armen hielt, konnte ich nur denken: 'Was wäre, wenn...'", meint die junge Mutter. "Was wäre, wenn ich mich nicht auf Facebook beschwert hätte; was wäre, wenn mir niemand etwas gesagt hätte?"

Um auch andere Mütter vor den schrecklichen Folgen der Krankheit zu bewahren, ging Christina mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit. Obwohl ihr Beitrag bereits 2017 verfasst wurde, wird er immer noch rege geteilt und kommentiert. Bisher haben über 57.000 User Christinas Warnung geteilt. Der Beitrag umfasst mehr als 14.000 Kommentare und fast 24.000 "Gefällt mir"-Angaben.

"Ignoriert den Juckreiz nicht. Eine einfach Blutuntersuchung könnte das Leben deines Babys retten", erklärt die US-Amerikanerin.

Was bedeutet es, eine intrahepatische Cholestase der Schwangerschaft zu haben?

Frauen müssen in der Schwangerschaft viele Dinge beachten, um ihr Kind zu schützen.
Frauen müssen in der Schwangerschaft viele Dinge beachten, um ihr Kind zu schützen.  © 123RF

Intrahepatische Schwangerschaftscholestase ist eine Lebererkrankung, bei der die Ausscheidung der Galle aus den Leberzellen beeinträchtigt.

Grund ist eine geerbte Genveränderung, bei der ein Transportprotein -was für die Ausscheidung der Gallensäure durch die Leberzellen verantwortlich ist - gestört ist.

Die Hormone Östrogene und Gestagene, die vor allem in den letzten Monaten der Schwangerschaft erhört sind, hemmen zusätzlich den Abtransport der Galle.

Der typische Juckreiz wird durch die hohe Konzentration der Gallensäure im Blut ausgelöst. Laut Baby-und-Familie.de äußert sich dieser vor allem im Bereich der Handflächen und Fußsohlen. Die Haut selbst sieht allerdings meist unverändert aus.

Selten geschieht es auch, dass sich Haut und Augenbindehäute gelblich verfärben. Das hat wiederum etwas mit dem Blutspiegel des Farbstoffes Bilirubin zu tun.

Andere Warnzeichen sind zum Beispiel: dunkler Urin, grauer Stuhl, Übelkeit, Müdigkeit, Appetitlosigkeit sowie leichte Depression oder Schmerzen im rechten oberen Quadranten.

Abgesehen von dem Leiden der Mutter, wird die Erkrankung auch für das Kind gefährlich. Die Gallensäure der Mutter kann in den Blutkreislauf des Babys übertreten, was wiederum zu einer Frühgeburt oder zu Sauerstoffmangel beim Kind während der Geburt führt.

Achtung! Wir sind keine Ärzte. Sollten Dir merkwürdige Veränderungen oder Schmerzen während der Schwangerschaft auffallen, such bitte einen Mediziner auf und lass dich untersuchen!

Titelfoto: Facebook/Christina DePino

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