Schwangere Maria (†18) auf Usedom erstochen: Anklage schildert entsetzliche Details

Stralsund/Zinnowitz - Die beiden mutmaßlichen Mörder der 18-jährigen Maria aus Zinnowitz auf Usedom müssen sich vom 20. August an vor Gericht verantworten.

Die 18-jährige Maria wurde erstochen. (Bildmontage)
Die 18-jährige Maria wurde erstochen. (Bildmontage)

Den 19 und 21 Jahre alten Beschuldigten von der Insel Usedom wird vorgeworfen, Maria am 18. März aus Mordlust getötet zu haben, teilte das Gericht mit.

Sie hätten einen Menschen sterben sehen wollen und die schwangere junge Frau deshalb umgebracht (TAG24 berichtete). Verhandelt wird den Angaben zufolge vor der Jugendstrafkammer des Landgerichts Stralsund.

Der 19-Jährige soll Maria laut Anklage von hinten Stiche in Hals und Nacken versetzt haben, bevor er sich auf sie setzte und weiter auf sie einstach. Der 21-Jährige soll dabei ihre Beine festgehalten haben. Weil er während der Tat alkoholisiert war und an einer psychiatrischen Erkrankung leidet, soll der Jüngere während der Tat vermindert schuldfähig gewesen sein.

Er befindet sich laut Gericht seit Mitte Mai in einem psychiatrischen Krankenhaus. Ihm drohen auch bei einer Verurteilung nach Jugendstrafrecht bis zu 15 Jahre Haft und eine Unterbringung in der Psychiatrie. Dem älteren Beschuldigte droht eine lebenslange Gefängnisstrafe.

Das Gericht hat 24 Zeugen und Sachverständige geladen. Zunächst sind vier weitere Prozesstage angesetzt. Maria war am 19. März erstochen in ihrer Wohnung in Zinnowitz gefunden worden. Die Obduktion ergab später, dass sie zur Tatzeit schwanger gewesen war. Die Beschuldigten hatten die Tote liegen gelassen und sich weiter in der Region aufgehalten. Sie waren erst einen Monat später festgenommen worden.

Blumen und Kerzen stehen vor dem Haus der erstochenen Maria.
Blumen und Kerzen stehen vor dem Haus der erstochenen Maria.  © Stefan Sauer/dpa

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse Berlin:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0