Schwarzarbeit! Firmenchefin zu 18 Monaten verurteilt

Eisenflechter ist ein harter Job, der entsprechend gut bezahlt wird. Bei der 45-Jährigen aus Chemnitz war das etwas anders...
Eisenflechter ist ein harter Job, der entsprechend gut bezahlt wird. Bei der 45-Jährigen aus Chemnitz war das etwas anders...

Von Matthias Bothe

Chemnitz - Erst mussten sie sich auf dem Bau krumm arbeiten, dann warteten sie oft auch noch vergeblich auf ihren Lohn - die Mitarbeiter eines Chemnitzer Eisenflechterei-Betriebs hatten es nicht leicht mit ihrer Chefin (45).

Jetzt hat es die resolute Frau selbst nicht leicht - das Chemnitzer Amtsgericht verurteilte sie wegen Veruntreuens und Vorenthaltens von Arbeitsentgelt in 32 Fällen sowie Betrugs in 28 Fällen zu 18 Monaten Haft.

Ihr Glück: Die Strafe wurde gerade noch zur Bewährung ausgesetzt.

Bei Baustellenkontrollen war der Zoll der Firmenchefin auf die Schliche gekommen. Ein Beamter: „Unsere Kollegen ermittelten, dass die Inhaberin ihre vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer entweder gar nicht oder nur als geringfügig Beschäftigte zur Sozialversicherung angemeldet hatte. So hinterzog sie Beiträge in Höhe von über 200.000 Euro.“

Auch gegenüber der Urlaubs- und Lohnausgleichskasse des Baugewerbes verursachte die Chefin enormen Schaden - mehr als 93.000 Euro.

Fotos: picture alliance (1), dpa/Klaus-Dieter Gabbert (1)


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