Der Grund ist unfassbar: Kein EU-Geld für Dürre-Tanker!

Schwarzenberg - Im Dürresommer 2018 hatten Wasserversorger besonders in den Gebirgsregionen alle Hände voll zu tun, um die ausgetrockneten Brunnendörfer mit Trinkwasser zu versorgen.

Frank Kippig will mit einer kreativen Lösung die Trinkwasser-Versorgung im Notfall gewährleisten - nicht förderwürdig, sagt das Amt.
Frank Kippig will mit einer kreativen Lösung die Trinkwasser-Versorgung im Notfall gewährleisten - nicht förderwürdig, sagt das Amt.

Um das auch weiter im Notfall gewährleisten zu können, beantragte ein Versorger die Förderung eines speziellen Tankfahrzeuges - das wurde mit einer äußerst seltsamen Begründung abgelehnt.

In der heißen Zeit musste sich der Zweckverband Wasserwerke Westerzgebirge (ZWV) gar einen Tanker von den Chemnitzer Kollegen borgen - die Leihgebühr von 22.000 Euro gilt Branchen-Insidern als Freundschaftspreis.

Deshalb ließ der Verband von Experten ein Spezialfahrzeug für Notzeiten konstruieren.

ZWV-Geschäftsführer Frank Kippig: "Der spezielle Wasser-Container, den man in Notfall-Gebieten abstellen kann, fasst sieben Kubikmeter.

Auf einen Anhänger kommt ein Dieseltank für das Notstromaggregat und die Pumpentechnik." Mit dem Fahrzeug kostet dies alles 245.000 Euro, ein Zuschuss von 107.000 Euro wurde beantragt.

Doch der wurde vom Landratsamt nach Rücksprache mit dem Dresdner Umweltministerium abgelehnt. Die EU-Leader-Fördermittel sind nur für den ländlichen Raum vorgesehen. Kippig: "Man schrieb uns, dass der Wagen ja auch in Aue oder Schwarzenberg - eben nicht im ländlichen Raum - eingesetzt werden könne. Mein Angebot, ein Fahrtenbuch zu schreiben, wurde abgelehnt."

Wenn der Widerspruch des Verbandes keine Änderung bringt, will Kippig vor das Verwaltungsgericht ziehen.

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