15-jährige in Zuschauermenge vergewaltigt: Jetzt kommt die radikale Reaktion

2018 ist Schluss: Wegen sexueller Übergriffe auf Frauen, wird es das Bråvalla-Festival im nächsten Jahr nicht mehr geben.
2018 ist Schluss: Wegen sexueller Übergriffe auf Frauen, wird es das Bråvalla-Festival im nächsten Jahr nicht mehr geben.  © DPA

Stockholm - Es war ein großer Schock, was über das schwedische Bråvalla-Festival in diesem Jahr berichtet wurde. Es sollen dort bei der Polizei 23 Anzeigen wegen sexueller Belästigung eingegangen sein, darunter die Vergewaltigung einer 15-Jährigen (TAG24 berichtete). Nachdem das Festival für nächstes Jahr abgesagt wurde, kommt jetzt ein radikaler Vorschlag, berichtet "BBC News".

Mit 50.000 Besuchern ist - beziehungweise war das Bråvalla eines der größten Musikfestivals in Schweden. Diese Lücke, die nun hinterlassen wird, will die schwedische Radiomoderatorin Emma Knyckare (30) nun schließen.

Jedoch nur für einen bestimmten Teil der Bevölkerung: Den weiblichen.

Öffentlich rief sie bei Twitter dazu auf, sich mit der Grundproblematik auseinanderzusetzen und stellte dort folgende Frage: "Was denkt ihr darüber, ein richtig cooles Festivals auf die Beine zu stellen, wo nur Nicht-Männer willkommen sind, bis alle Männer gelernt haben, sich zu benehmen?"

Schnell verbreitete sich ihr Statement und wurde tausendfach mit "Gefällt mir" markiert sowie hunderte Male geteilt. Jetzt nimmt die ganze Geschichte Fahrt auf, da die Moderatorin ernsthaft darüber nachdenkt, ihren Plan zu verwirklichen.

Dies bestätigte sie gegenüber BBC und postete kurz darauf auf ihrem Instagram-Account ein Update. So wolle sie das "erste männerfreie Festival" im Sommer 2018 an den Start bringen.

Zur Zeit sei die 30jährige Knyckare damit beschäftigt, eine "solide Gruppe von talentierten Organisatoren und Projektleitern" zusammenbringen. Mit einigen Künstlern sei sie bereits im Gespräch.

Zumindest für den weiblichen Teil der schwedischen Bevölkerung wäre damit ein neues Festival möglich. Die Männer müssten draußen bleiben.

Titelfoto: DPA


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