Schweiger baut doch kein Asylheim!

Schauspieler Til Schweiger (51).
Schauspieler Til Schweiger (51).

Hamburg – Im August hatte Schauspieler Til Schweiger (51) angekündigt, ein eigenes Flüchtlingshaus bauen zu wollen. Doch aus den Plänen wird nun doch nichts.

"Es wird Freizeitangebote geben für Kinder, Werkstätten und eine Näherei, sodass die Menschen dort arbeiten können, eine Sportanlage und so weiter", sagte Schweiger im Sommer in einem Interview mit der "Bild am Sonntag“.

Mit der Ankündigung, ein Heim zu bauen, war der Schauspieler aber offenbar etwas voreilig. Christian Specht, Sprecher der "Til Schweiger Foundation", bestätigte der Agentur spot on news, dass es vorerst kein eigenes Flüchtlingsheim von Schweiger geben wird und wenn, dann "nur in Kooperation".

Die Aussage des Schauspielers sei Specht zufolge "nicht ganz glücklich" formuliert gewesen. Ein Flüchtlingsheim könne nicht einfach aus dem Boden gestampft werden. Involviert seien immer verschiedene Parteien, unter anderem Eigentümer, Bundesländer und Betreiber.

Die  "Til Schweiger Foundation" will nun andere Projekte unterstützen.
Die "Til Schweiger Foundation" will nun andere Projekte unterstützen.

Als Stiftung könne man demnach vor allem unterstützend eingreifen und weniger aus Eigenleistung eine komplette Unterkunft führen.

"Dass Til Schweiger selbst ein Flüchtlingsheim baut, kann ja allein deswegen schon nicht funktionieren", so Specht weiter.

Schweigers Pläne zur Flüchtlingshilfe liegen dennoch nicht vollkommen auf Eis. Seine Stiftung unterstützt bereits einige Projekte, zum Beispiel in Osnabrück.

Dort ist eine Erstaufnahme-Einrichtung im Entstehen, an deren Gestaltung aktiv mitgearbeitet wird. "Wir wollen dort einen Musikraum einrichten und dafür mithilfe von Thomas D an günstige Instrumente kommen," sagt Specht.

Geplant seien auch ein Fitnessraum, einige Schulungsräume und eine umfassende Kinderbetreuung, um auch schon den Kleinsten die Chance zur langfristigen Integration zu ermöglichen.

Auch in einem Containerdorf in Hamburg engagiere sich die "Til Schweiger Foundation".

Fotos: dpa, imago


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