"Zu eng, zu dreckig": Wieder Anzeige gegen Schweinezucht

Für die Schweine sollen die Bedingungen nicht so vorschriftsmäßig wie in diesem Stall gewesen sein. (Symbolbild)
Für die Schweine sollen die Bedingungen nicht so vorschriftsmäßig wie in diesem Stall gewesen sein. (Symbolbild)  © DPA

Gera - Wegen zu engen Boxen und mangelnder Hygiene in Ställen hat Greenpeace Strafanzeige gegen einen Schweinezuchtbetreiber im Saale-Holzland-Kreis erstattet.

Die Staatsanwaltschaft Gera bestätigte am Montag den Eingang des Schreibens. Allerdings müsse noch vieles geprüft werden, sagte ein Behördensprecher. Damit ist noch offen, ob die Staatsanwaltschaft Ermittlungen einleitet.

Durch die enge Haltung könnten Tiere erheblich Leiden und Schmerzen zugefügt und Verhaltensstörungen hervorgerufen werden, kreidet die Tierschutzorganisation an. Den Schweinen sei es nicht möglich, angemessene Körperpflege zu betreiben. Kot und Urin ließen sich nicht von den Liegeplätzen trennen. Der Betrieb verstoße so gegen die Nutztierhaltungsverordnung und das Tierschutzgesetz.

Tierschützer haben nach Auskunft von Greenpeace der Organisation Fotoaufnahmen vom November zukommen lassen. Diese belegten die Zustände in den Ställen. Nach Betreiberangaben leben etwa 9000 Sauen in den Zuchtanlagen.

Bei dem beschuldigten Unternehmen war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Gegen den Betreiber laufe bereits ein Verfahren wegen Verstößen gegen das Tierschutzrecht, hieß es von der Staatsanwaltschaft Gera.

Titelfoto: DPA


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