Massenschlägerei in Asylbewerber-Unterkunft: Polizei setzt Pfefferspray ein

Beim Eintreffen der Polizei löste sich die Schlägerei sofort auf (Symbolbild).
Beim Eintreffen der Polizei löste sich die Schlägerei sofort auf (Symbolbild).  © dpa/Felix Kästle

Schweinfurt - Rund 60 Menschen prügelten in der Nacht zum Montag auf dem Gelände der Asylbewerber-Unterkunft im Kasernenweg aufeinander ein.

Gegen 22.10 Uhr rief der Sicherheitsdienst der Unterkunft die Polizei um Hilfe. Die Beamten rückten daraufhin mit mehreren Streifenwagen an.

Die Polizisten erblickten sofort die große Menschenansammlung zwischen zwei Gebäuden der Anlage.

Bei der Massenschlägerei kamen nicht nur Fäuste zum Einsatz. Auch diverse Gegenstände wurden laut Polizeipräsidium Unterfranken als Hiebwaffen eingesetzt.

Die Schweinfurter Polizei setzte nach eigener Aussage Pfefferspray ein, um wieder für Ordnung zu sorgen. Zahlreiche der Kombattanten flohen aber bereits, als die Beamten am Ort des Geschehend eintrafen.

Sechs Tatverdächtige konnten festgenommen werden. Acht Personen wurden bei der Schlägerei verletzt, darunter auch zwei Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes.

Unter den weiteren Verletzten sind "drei somalische und drei algerische Staatsangehörige", wie ein Polizeisprecher sagte.

Auf Nachfrage von TAG24 bestätigte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Unterfranken, dass in der Unterkunft hauptsächlich Somalier und Algerier untergebracht sind.

Der Grund für die Auseinandersetzung ist nach Aussage des Sprechers noch nicht bekannt.

Eine Ermittlungskommission wurde zur Klärung der Hintergründe eingesetzt.

Titelfoto: dpa/Felix Kästle


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