Notschlachtungen! Schweinezucht quält wieder Tiere

Für fünf Schweine gab es nur noch den Tod.
Für fünf Schweine gab es nur noch den Tod.  © DPA

Aschara - Auch mit dem neuen Betreiber, bekommt die Schweinezucht aus Aschara kein Bein auf den Boden (TAG24 berichtete). Laut MDR wurden wieder Verstöße gegen das Tierschutz- und Arzneimittelrecht festgestellt.

Für fünf Schweine kam in Aschara jede Hilfe zu spät, sie mussten von den Behörden Notgeschlachtet werden. Die Tiere waren bei einer Kontrolle in einem so schlechten Zustand, dass sie von ihren Qualen erlöst werden mussten.

Das Landratsamt spreche von Verstößen gegen das Tierschutzrecht und das Arzneimittelrecht. Es sei ein vorübergehendes Schlachtverbot erteilt worden.

Die Schweinezuchtanlage gehört zur Agrargesellschaft ADIB, dessen Hauptgesellschafter der frühere Bauernpräsident Klaus Kliem ist. In zwei Anlagen am Ascharaer Kreuz wurde seit Januar immer wieder Verstöße dokumentiert, meist aus Hinweisen der Tierschutzorganisation Peta.

Von Gelenkgeschwüren, zu viel Antibiotika, Parasitenbefall, zu enge Kastenstände und Notschlachtungen war die Rede. Schweine sollen nur auf ihren Vorderpfoten zum Futternapf gelaufen sein. In den Anlagen in Aschara und Wiegleben werden rund 5.000 Tiere gehalten.

Im Frühjahr hatte das Amt die Schließung der Anlage angeordnet, gegen Kliem ein Schweinehaltungsverbot ausgesprochen, im Sommer folgte dann auch die Schließung der Zuchtanlage.

Nach Veränderungen wurden die Verfügungen wieder aufgehoben, eine Anordnung, die Ställe leerzuräumen und zu desinfizieren, wurde somit wieder zurückgezogen. Auch die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft kommen offenbar nicht voran.

Titelfoto: DPA


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