Jeden Tag vier Stunden Pornos! Bahn-Mitarbeiter gefeuert

Bahn-Mitarbeiter sahen sich stundenlang Pornos an und wurden entlassen (Symbolbild).
Bahn-Mitarbeiter sahen sich stundenlang Pornos an und wurden entlassen (Symbolbild).

Von Matthias Kernstock

Schweiz - Kaum ein Büro kommt mehr ohne das Internet aus: Dass die unendlichen Möglichkeiten im Netz auch während der Arbeitszeit böse Folgen haben können, mussten jetzt zwei Mitarbeiter der Schweizerischen Bundesbahnen schmerzlich feststellen.

Zwei Mitarbeiter klickten sich jeden Tag mehrere Stunden durch sämtliche Pornoseiten. Als der Arbeitgeber dahinter kam, wurden die beiden Bahner aufs Abstellgleis gestellt.

Der Fall kam im September 2014 ins Rollen. Der betriebsinterne Informatikdienst wunderte sich über eine intensive Nutzung pornografischer Webseiten an mehreren Arbeitsplätzen. Daraufhin beschloss die Bahn, alle Computer über einen Zeitraum von 42 Tagen zu kontrollieren - geheim natürlich.

Das Ergebnis: Ein Mitarbeiter sah sich immer wieder pornografische Inhalte im Netz an. An 17 Arbeitstagen mehr als 80 Stunden! Das bedeutet einen Schnitt vier Stunden pro Tag. Der zweite Entlassene brachte es im selben Zeitraum auf rund zwei Stunden am Tag.

Der Arbeitgeber reagierte mit der fristlosen Kündigung der beiden Mitarbeiter. Am Freitag landete der Fall vor dem Bundesverwaltungsgericht. Zuvor stritten sich die Parteien vor anderen Gerichten. Die Männer hatten gegen die Entlassung geklagt - ohne Erfolg. Die Richter bestätigten nach Angaben von "Krone.at" die Kündigungen.

Fotos: imago (1) dpa (1)


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