Deutscher nach 30 Jahren auf einem Gletscher aufgetaut

Zwei Alpinisten besichtigen den Fundort einer Leiche auf dem Hohlaubgletscher.
Zwei Alpinisten besichtigen den Fundort einer Leiche auf dem Hohlaubgletscher.  © ANTONSPOLIZEI WALLIS/KEYSTONE/dpa

Sitten - 30 Jahre nach dem Verschwinden eines Deutschen in den Schweizer Bergen ist die Leiche des Wanderers entdeckt worden.

Zwei Alpinisten fanden beim Aufstieg auf das Lagginhorn im Kanton Wallis die sterblichen Überreste des Mannes, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Eine Hand und zwei Schuhe ragten aus dem Eis am Gletscher nahe an der italienischen Grenze.

Das schlechte Wetter machte die Bergung der Leiche, die bereits in der Vorwoche gefunden wurde, zunächst schwierig. Erst einen Tag nach dem Fund konnte der Wanderer aus dem Eis befreit und mit dem Helikopter ins Tal geflogen werden.

Die Rechtsmedizin der Universität Bern klärte danach die Identität des Opfers. Es handelt sich um einen 1943 geborenen Deutschen, der seit einem Ausflug in der Region Hohsaas am 11. August 1987 als vermisst galt.

Erst Mitte Juli war ein Ehepaar nach 75 Jahren im Eis im Tsanfleuron-Gletscher im Kanton Wallis entdeckt wordenn (TAG24 berichtete). Das durch den Klimawandel wärmere Wetter legt auf den Gletschern immer häufiger Vermisste frei.

Titelfoto: ANTONSPOLIZEI WALLIS/KEYSTONE/dpa


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