Schwelbrand in Zwischendecke: Mehrfamilienhaus in Grimma evakuiert

In der Zwischendecke des Obergeschosses des Vierfamilienhauses entstand ein Schwelbrand.
In der Zwischendecke des Obergeschosses des Vierfamilienhauses entstand ein Schwelbrand.  © Frank Schmidt

Grimma - Eine Frau aus dem Grimmaer Ortsteil Grechwitz (Landkreis Leipzig) hat ihren Nachbarn vermutlich das Leben gerettet.

Am Mittwochvormittag sah sie Rauch und Qualm aus dem Dach eines Mehrfamilienhauses emporsteigen.

Sofort alarmierte sie Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst.

Anschließend rückten 24 Kameraden der Wehren in Grimma, Kaditzsch und Döben an.

"Da keine offenen Flammen aufloderten und deshalb noch unklar war, woher der Qualm kam, wurde zunächst unter Atemschutz nach möglichen Personen gesucht, während drei der vier gemeldeten Hausbewohner aus eigener Kraft und unverletzt das Gebäude verlassen konnten", sagte Einsatzleiter Daniel Klemm.

Das Haus wurde evakuiert, Verletzte gab es keine.
Das Haus wurde evakuiert, Verletzte gab es keine.  © Frank Schmidt

Die Bewohner, die sich selbst retten konnten, wurden medizinisch betreut und auf mögliche Rauchgasvergiftungen untersucht.

Anschließend machten sich die Feuerwehrmänner daran, den Schwelbrand, der in der Zwischendecke im Obergeschoss ausgebrochen war, zu löschen.

"Wir müssen nun die ganze Zwischendecke öffnen, um sicher zu sein, dass keine weiteren Glutnester vorhanden sind", schilderte Klemm das weitere Vorgehen. Das Gebäude mit drei Wohnungen sei vorläufig unbewohnbar.

"In Absprache mit dem Hauseigentümer konnten wir alle Personen in Ausweichquartiere unterbringen", so Grimmas Oberbürgermeister Matthias Berger, der gemeinsam mit der Ordnungsamtsleiterin Katrin Werner vor war.

Die S38 wurde für die Dauer des Einsatzes gesperrt, da auch eine Drehleiter zum Einsatz kam. Der Verkehr wurde wechselseitig am Unglücksort vorbeigeführt.

Die Ursache des Schwelbrandes ist nach wie vor unklar. Eine Wärmebildkamera soll etwaige Glutnester ausmachen.
Die Ursache des Schwelbrandes ist nach wie vor unklar. Eine Wärmebildkamera soll etwaige Glutnester ausmachen.  © Frank Schmidt

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