Bombenanschlag in Deutschland geplant? Angeklagter will sein Schweigen brechen

Hamburg/Schwerin - Drei Monate nach Beginn des Prozesses gegen einen in Schwerin festgenommenen Syrer will der mutmaßliche Terrorist möglicherweise sein Schweigen brechen.

Der Syrer wurde in einem Schweriner Plattenbau festgenommen. Insgesamt stürmten das SEK und die GSG9 drei Wohnungen um 6 Uhr morgens.
Der Syrer wurde in einem Schweriner Plattenbau festgenommen. Insgesamt stürmten das SEK und die GSG9 drei Wohnungen um 6 Uhr morgens.  © DPA

Der Verteidiger des 20-Jährigen hat für den Verhandlungstermin am Donnerstag eine Erklärung vor dem Staatsschutzsenat am Oberlandesgericht in Hamburg angekündigt, wie ein Gerichtssprecher sagte.

Die Bundesanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, einen islamistisch motivierten Sprengstoffanschlag geplant und bereits mit dessen Vorbereitung begonnen zu haben.

Er habe einen Sprengsatz in einer Menschenmenge in Deutschland zünden wollen, um möglichst viele Menschen zu töten und zu verletzen. Nach Angaben eines Gutachters hatte er sich bereits genug Chemikalien und Bauteile für einen tödlichen Sprengsatz besorgt.

Laut Bundesanwaltschaft kam Yamen A. 2015 aus Syrien nach Deutschland, wo er im Februar 2016 als Flüchtling anerkannt wurde. Bis zu seiner Festnahme habe er mit gültigen Papieren in Schwerin gelebt, so die Ermittler.

Am 31. Oktober 2017 war er festgenommen worden und befindet sich seitdem in Haft.

Mehr zum Thema Terror:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0