Onkel gesteht Missbrauch seiner Großnichte: Urteil gefallen

Schwerin - Ein 62-jähriger Mann ist wegen sexuellen Missbrauchs seiner Großnichte am Donnerstag in Schwerin zu fünf Jahren Haft verurteilt worden.

Der Prozess findet vor dem Landgericht Schwerin statt.
Der Prozess findet vor dem Landgericht Schwerin statt.  © DPA

Der Angeklagte hatte vor dem Landgericht gestanden, sich zwischen 2016 und 2018 in zwölf Fällen an dem Kind vergangen zu haben.

Dem Geständnis war eine Verabredung zwischen dem Gericht, der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung über eine Höchststrafe vorausgegangen.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Strafe von fünf Jahren und vier Monaten beantragt. Die Verteidigung hielt vier Jahre und sechs Monate für ausreichend.

Das Mädchen war zum Zeitpunkt der ersten Übergriffe neun Jahre alt. Es hatte sich im Herbst vergangenen Jahres einem Schulsozialarbeiter anvertraut.

Der Großonkel kümmerte sich seit geraumer Zeit um das Mädchen, das in seiner Wohnung in Schwerin ein eigenes Zimmer hatte.

Dort übernachtete es regelmäßig. Die Eltern, die drei weitere Kinder haben, nahmen die Hilfe des Verwandten bei der Betreuung dankbar und offenbar arglos an.

Das Gericht wertete das Geständnis des Angeklagten beim Strafmaß als mildernden Umstand. Damit habe er es dem Kind erspart, vor Gericht aussagen zu müssen.

Strafverschärfend werteten die Richter, dass der 62-Jährige dem Mädchen nach einigen der Übergriffe kleine Geldbeträge gab.


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