Elite-Polizist Mitglied von rechtem Netzwerk "Nordkreuz"? Prozess geht weiter!

Schwerin – Im Zusammenhang mit der rechten Prepper-Gruppe "Nordkreuz" wird der Gerichtsprozess gegen einen ehemaligen Elite-Polizisten in Schwerin fortgesetzt.

Robert Kain (l-r), Verteidiger, der Angeklagte, ein ehemaliges Mitglied des Spezialeinsatzkommandos (SEK), und Ullrich Knye, Verteidiger, warten im Gerichtssaal auf den Prozessbeginn.
Robert Kain (l-r), Verteidiger, der Angeklagte, ein ehemaliges Mitglied des Spezialeinsatzkommandos (SEK), und Ullrich Knye, Verteidiger, warten im Gerichtssaal auf den Prozessbeginn.  © Bernd Wüstneck/ZB/dpa

Die bei einem dem Polizisten mit Kontakten zur mutmaßlich rechtsextremen Prepper-Szene sichergestellte Maschinenpistole ist voll funktionsfähig.

Ein Waffenexperte des Landeskriminalamts, der am Landgericht Schwerin als Zeuge und Sachverständiger geladen war, baute die vollautomatische Waffe am Donnerstag mit Schalldämpfer im Gerichtssaal zusammen und bestätigte ihre Funktionsfähigkeit.

Die Maschinenpistole der Marke Uzi war bei einer Razzia im Juni im Wohnhaus des Angeklagten gefunden worden. Zudem waren weitere Waffen und mehr als 30.000 Schuss Munition sichergestellt worden.

Die Uzi fällt unter das Kriegswaffenkontrollgesetz. Ihr Besitz ist Privatpersonen in Deutschland verboten. Die Waffe ist laut Staatsanwaltschaft 1993 bei der Bundeswehr gestohlen worden.

Der Angeklagte, der viele Jahre im Spezialeinsatzkommando (SEK) der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern tätig war, hatte erklärt, die Waffe am Rande einer Waffenbörse gekauft zu haben.

Der langjährige Polizist steht wegen illegalen Waffenbesitzes und Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz vor Gericht. Der Mann soll Beziehungen zur mutmaßlich rechtsextremen Prepper-Gruppe "Nordkreuz" gehabt haben.

Mehrmals durchsuchten Polizisten Gebäude im Zusammenhang mit der Preppergruppe "Nordkreuz" in Mecklenburg-Vorpommern.
Mehrmals durchsuchten Polizisten Gebäude im Zusammenhang mit der Preppergruppe "Nordkreuz" in Mecklenburg-Vorpommern.  © dpa/Jens Büttner

Titelfoto: Bernd Wüstneck/ZB/dpa

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