Notruf kam mitten in der Nacht: Taucher tot aus See geborgen

Schwerin - Polizei und Rettungskräfte haben am Montagmorgen einen Taucher tot aus einem See in Schwerin geborgen.

Polizeitaucher bereiten sich an einem See auf ihren Such-Einsatz vor. (Symbolbild)
Polizeitaucher bereiten sich an einem See auf ihren Such-Einsatz vor. (Symbolbild)  © Daniel Bockwoldt/dpa

Eine erste Suche bei Dunkelheit blieb erfolglos, am Morgen hätten Helfer den Verunglückten entdeckt.

Wie ein Polizeisprecher in Rostock erklärte, konnte der Mann nicht mehr wiederbelebt werden. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen.

Ein Bekannter, der mit dem Mann vorher zum Tauchen im Ziegelinnensee unterwegs gewesen sein soll, habe den Verunglückten gegen 1.30 Uhr als vermisst gemeldet.

Den Notruf habe der Bekannte nach dem Tauchgang von einem Hotel in Seenähe abgesetzt.

Was zu dem Unglück führte, werde noch untersucht. Auch die Identität der Männer stehe noch nicht eindeutig fest.

Einsatzkräfte der DLRG Wasserrettung stehen an einem Einsatzort. (Symbolbild)
Einsatzkräfte der DLRG Wasserrettung stehen an einem Einsatzort. (Symbolbild)  © DPA

Update, 8.59 Uhr: Verdacht auf Munitionssuche

Nach ersten Ermittlungen besteht der Verdacht, dass die Männer nachts illegal nach Munition aus dem Zweiten Weltkrieg gesucht haben, wie der Polizeisprecher sagte.

Im Ziegelinnensee seien schon mehrfach Taucher bei solch illegalen Aktionen gemeldet worden. In diesem See und im benachbarten Pfaffenteich seien 1945 bei Kriegsende Unmengen von Munition entsorgt worden. Im Ziegelinnensee bestehe Ankerverbot und zu großen Teilen auch Badeverbot.

Der Bekannte des Verunglückten sei ein Einheimischer.

Titelfoto: DPA

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