Urteil ist Rechtskräftig: Schwesta Ewa muss in den Knast

Karlsruhe/Düsseldorf/Frankfurt - Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat entschieden: Das Urteil des Landgerichts Frankfurt gegen Skandal-Rapperin Schwesta Ewa ist rechtskräftig.

Das Foto zeigt Schwesta Ewa (r.) zusammen mit ihrer Anwältin Anja Dobat im Sitzungssaal im Bundesgerichtshof.
Das Foto zeigt Schwesta Ewa (r.) zusammen mit ihrer Anwältin Anja Dobat im Sitzungssaal im Bundesgerichtshof.  © dpa/Fabian Sommer

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Revision der 34-jährigen Musikerin aus Düsseldorf gegen das Urteil aus dem Jahr 2017 ebenso als unbegründet zurückgewiesen wie auch die Revision der Staatsanwaltschaft.

Damit steht fest: Die Rotlicht-Rapperin muss wegen Körperverletzung, Steuerhinterziehung und sexueller Verführung Minderjähriger ins Gefängnis. Das Landgericht in Frankfurt hatte sie 2017 deswegen zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.

Vom Vorwurf der Zuhälterei und des Menschenhandels hatte das Landgericht sie aber freigesprochen. Das ist laut BGH nicht zu beanstanden.

Vor ihrer Verurteilung in Frankfurt saß Schwesta Ewa knapp acht Monate in Untersuchungshaft, eine Zeitspanne die der Musikerin sicher auf ihre Haftstrafe angerechnet werden wird.

Damit besteht für die junge Mutter nun Gewissheit. Am gestrigen Mittwoch hatte sie sich noch per Instagram-Story zu Wort gemeldet. Dabei war deutlich geworden, wie sehr die 34-Jährige von der drohenden Entscheidung des Bundesgerichtshofes unter Druck gesetzt wurde (TAG24 berichtete).

Wann und wo tritt Schwesta Ewa ihre Haftstrafe an?

Schwesta Ewa brachte ihre kleine Tochter Aaliyah Jeyla mit ins Gerichtsgebäude.
Schwesta Ewa brachte ihre kleine Tochter Aaliyah Jeyla mit ins Gerichtsgebäude.  © dpa/Fabian Sommer

Die nächste spannende Frage wird wohl nun sein, wann und auch wo Schwesta Ewa ihre Haftstrafe antreten muss? Die Situation der Rapperin ist in dieser Hinsicht durch die Geburt ihrer Tochter Aaliyah Jeyla im Januar durchaus kompliziert geworden.

Jedoch: Es gibt in Deutschland auch Gefängnisse, die Plätze für Mütter mit kleinen Kindern anbieten.

In einer dieser Haftanstalten werden Schwesta Ewa und ihre Tochter wohl irgendwann einziehen.

Update, 17.28 Uhr: Tatsächlich ist ihre Tochter Aaliyah Jeyla in dieser ganzen Angelegenheit das Wichtigste für Schwesta Ewa.

Noch am Donnerstag vor dem Termin im Bundesgerichtshof hatte die in einer Instagram-Story gesagt: "Hauptsache die trennen mich nicht von meiner Tochter."

Für die Rapperin hat es also größte Priorität, in ein Mutter-Kind-Gefängnis zu kommen.

Angesichts der dramatischen Umstände der Geburt von Schwesta Ewas Tochter ist das nur zu verständlich (TAG24 berichtete).

Staatsanwaltschaft Frankfurt entscheidet

Update, 17.38 Uhr: Über die Vollstreckung der Haftstrafe müsse jetzt die Staatsanwaltschaft Frankfurt entscheiden, meldet die Deutsche Presse-Agentur (dpa).

Damit liegt der Ball nun anscheinend im Feld der Staatsanwälte. Die Rapperin und junge Mutter muss hoffen, dass diese nicht nachtragend sind.

Schwesta Ewa hatte die Staatsanwaltschaft in einem Instagram Live-Video im Jahr 2017 als "Bastarde" beschimpft (TAG24 berichtete).

Titelfoto: dpa/Fabian Sommer

Mehr zum Thema Promis & Stars:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0