Sechsjähriger stirbt in Freibad: War es fahrlässige Tötung?

Neumünster - Die Kieler Staatsanwaltschaft hat es vorerst abgelehnt, den Prozess um die fahrlässige Tötung eines kleinen Jungen gegen Auflagen einzustellen.

Ein Rettungswagen steht vor einem Schwimmbad. (Symbolbild)
Ein Rettungswagen steht vor einem Schwimmbad. (Symbolbild)  © Daniel Schröder/dpa

Darum hatten sich am ersten Prozesstag vergangene Woche die Verfahrensbeteiligten in Gesprächen bemüht.

Wie ein Gerichtssprecher am Montag auf Anfrage bestätigte, sollen am Mittwoch nun die bereits geladenen acht Zeugen gehört werden.

Darunter sind zwei Jugendliche, die den Sechsjährigen bäuchlings im Wasser treibend im Schwimmbecken entdeckt hatten. Das Kind starb am folgenden Tag im Krankenhaus.

Die Staatsanwaltschaft wirft drei Erzieherinnen und zwei Bademeistern im Alter von 33 bis 64 Jahren vor, im Juni 2016 bei einem Ausflug in das Freibad in Bad Bramstedt nicht ausreichend auf den Sechsjährigen aufgepasst und so dessen Tod fahrlässig verursacht zu haben (TAG24 berichtete).

Seine Eltern, die kurz zuvor aus dem Irak nach Deutschland flüchteten, sind Nebenkläger.

Den Angeklagten drohen bei einer Verurteilung Geld- oder Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren.

Der Eingang des Landgerichts in Kiel.
Der Eingang des Landgerichts in Kiel.  © Carsten Rehder/dpa

Titelfoto: Daniel Schröder/dpa

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