40 Mädchen sexuell missbraucht: Wie lange muss der Schwimmlehrer hinter Gitter?

Baden-Baden - Im Prozess um einen Schwimmlehrer, der fast 40 Mädchen missbraucht haben soll (TAG24 berichtete), werden am Montag (9.30 Uhr) die Plädoyers sowie das Urteil erwartet.

Der Schwimmlehrer soll sich während des Kurses an seinen Opfern vergriffen haben.(Symbolbild)
Der Schwimmlehrer soll sich während des Kurses an seinen Opfern vergriffen haben.(Symbolbild)  © DPA

Dem 34-Jährigen wird vor dem Landgericht Baden-Baden vorgeworfen, sich während von ihm geleiteten Schwimmkursen an seinen Opfern vergangen zu haben. (TAG24 berichtete)

Die Taten geschahen laut Anklage im Schwimmbecken oder auch in der Umkleide von Schwimmbädern im Kreis Rastatt, Ortenaukreis, Kreis Calw sowie in Lörrach und Baden-Baden.

Die schweren Übergriffe hatte der Mann zum Teil mit einer Unterwasserkamera gefilmt; entsprechende Aufnahmen waren bei Durchsuchungen seiner Wohnung sichergestellt worden.

Ihm werden rund 200 einzelne zwischen Oktober 2015 und September 2017 begangene Taten zur Last gelegt.

Darunter sind neben schwerem Missbrauch auch Nötigung, Körperverletzung und massive Einschüchterung einiger Kinder.

Darunter sind neben schwerem Missbrauch auch Nötigung, Körperverletzung und massive Einschüchterung einiger Kinder.

Das jüngste war erst vier. Die Staatsanwaltschaft hatte bereits zu Prozessauftakt angekündigt, neben einer Haftstrafe auch die Sicherungsverwahrung beantragen zu wollen. (TAG24 berichtete)

Ein Sachverständiger hatte dem Angeklagten später pädophile Neigungen und volle Schuldfähigkeit bescheinigt.

Insgesamt geht es um sexuellen Missbrauch und schweren sexuellen Missbrauch in 200 Fällen. (Symbolbild)
Insgesamt geht es um sexuellen Missbrauch und schweren sexuellen Missbrauch in 200 Fällen. (Symbolbild)  © 123RF

Update 10.15 Uhr

Im Prozess gegen einen Schwimmlehrer, der fast 40 kleine Mädchen zum Teil schwer missbraucht haben soll, soll die Öffentlichkeit nach dem Willen der Nebenklage für die Plädoyers ausgeschlossen werden. Einen entsprechenden Antrag stellte eine Nebenkläger-Anwältin betroffener Kinder am Montag vor dem Landgericht Baden-Baden. Die Richter zogen sich zunächst zur Beratung zurück. Angeklagt ist ein 34 Jahre alter Deutscher, der die Kinder auch genötigt, eingeschüchtert und viele der rund 200 Übergriffe zudem gefilmt haben soll.

Update 11.30 Uhr

Im Prozess hat die Staatsanwaltschaft am Montag vor dem Landgericht Baden-Baden zwölf Jahre und sechs Monate Haft gefordert. Außerdem beantragte sie - wie bereits zum Prozessauftakt angekündigt - die Sicherungsverwahrung für den 34-jährigen Deutschen. Im Laufe des Tages sollte das Plädoyer der Nebenklage sowie der Verteidigung des Mannes folgen. Auch das Urteil wurde am Montag erwartet. Die Öffentlichkeit war für die Schlussworte zuvor auf Antrag der Nebenklage ausgeschlossen worden. Ausgewählte Eltern sowie die Presse durften jedoch im Saal bleiben.

Update 12.30 Uhr

Der Verteidiger hat sechs Jahre Haft beantragt. Die von der Anklagevertretung zuvor geforderte Sicherungsverwahrung wies er am Montag vor dem Landgericht Baden-Baden zurück. Die rechtlichen Voraussetzungen dafür lägen nicht vor. Ein Urteil sollte um 16.00 Uhr fallen.

Update 16.30 Uhr

Wegen teils schweren sexuellen Missbrauchs kleiner Mädchen während seiner Schwimmkurse muss ein 34 Jahre alter Schwimmlehrer zwölf Jahre in Haft. Das Landgericht Baden-Baden verhängte gegen den Deutschen am Montag zudem die Sicherungsverwahrung.

Titelfoto: 123RF

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