Nach Coming-out: Resonanz hat Jochen Schropp fast erschlagen

Köln/Berlin - Vergangene Woche überraschte Schauspieler und Moderator Jochen Schropp (39) die Öffentlichkeit mit seinem Coming-out. Wie er dem Stern verriet, kostete ihn dieser Schritt viel Überwindung. Doch die Resonanz darauf ist überwältigend.

Jochen Schropp machte nach seinem Coming-out ganz unterschiedliche Erfahrungen.
Jochen Schropp machte nach seinem Coming-out ganz unterschiedliche Erfahrungen.  © Henning Kaiser/dpa

Auch auf Instagram bekam der 39-Jährige eine Flut an Glückwünschen, doch diese stimmten ihn auch nachdenklich: "Ja, es ist verrückt, dass man(n) 2018 immer noch dazu beglückwünscht wird, öffentlich zu seiner Sexualität zu stehen - es zeigt uns aber doch, dass wir noch lange nicht dort angekommen sind, wo wir gerne sein möchten", schrieb er zu einem geteilten Foto aus dem Stern-Interview.

Seit er bekannt gab, dass er schwul sei, konnte sich Schropp vor lauter Mitteilungen gar nicht retten. "Am ersten Tag bin ich überhaupt nicht mehr hinterher gekommen, einfach nur Nachrichten von Leuten zu lesen", sagte er am Freitagabend bei der Verleihung des Grimme Online Award in Köln.

"Hass gab es nicht wirklich", so der Moderator weiter. Es sei für ihn wichtig gewesen, das Thema anzusprechen. Es sei wichtig, darüber zu reden." Schließlich ist Homosexualität noch immer nicht zu 100 Prozent akzeptiert. "'Boah ist das schwul' ist immer noch eines der schlimmsten Schimpfwörter der Schulhöfe', so Schropp.

"Wir kommen bei dem Thema nur weiter, wenn Leute den Mund aufmachen". Und dies tat er nun auch. Unterstützung erhält der Berliner auch von seinen prominenten Freunden.

So gab es von seinem langjährigen Freund Joko Winterscheidt einen emotionalen Post: "Ob du oder irgendwer anders homo-, hetero-, oder sonst wie sexuell ist, sollte nie und für niemanden ein Thema sein. Es muss um den Menschen gehen! Und ich hoffe, dass du vielen Mut machst, ihr Leben zu leben!"

Auch Social-Media-Star Riccardo Simonetti meldete sich zu Wort: "Es gab viel zu feiern letzte Nacht. Ich bin stolz auf dich, Jochen!" Doch bei diesen beiden blieb es nicht. Zahlreiche weitere Stars begrüßten das Coming-out als Mutmacher für andere.

Jochen Schropp hat etwas bewegt und vielleicht folgen seinem Beispiel noch viele weitere Menschen.

Titelfoto: Henning Kaiser/dpa


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