Urlauber rettet zwei Kinder aus dem Hotelpool und verlangt jetzt Geld dafür

Seaforth/Menorca - Noch vor zwei Monaten war Steven Tartt aus Großbritannien ein gefeierter Held, als er zwei Kinder vor dem Ertrinken rettete. Doch jetzt schlägt ihm eine Welle der Wut entgegen.

Der Mann rettete zwei Kinder, ein Mädchen (6) und einen Jungen (7), aus dem Pool. (Symbolbild)
Der Mann rettete zwei Kinder, ein Mädchen (6) und einen Jungen (7), aus dem Pool. (Symbolbild)  © 123RF

Der 32-jährige Tartt war den Kindern während seines Urlaubs im Victoria Playa Hotel in Santa Tomas auf Menorca zu Hilfe geeilt, nachdem der Rettungsschwimmer nicht reagiert hatte. Der siebenjährige Junge und das sechsjährige Mädchen kamen mit dem Schrecken davon.

Tartt wurde für seinen beherzten Einsatz gefeiert, doch nun, zwei Monate später, schockt er mit einer kruden Beschwerde: Denn er sei für den Vorfall bis heute nicht entschädigt worden.

"Ich fuhr in den Urlaub, am dritten Tag musste ich zwei ertrinkende Kinder retten. Der Rest des Urlaubs war ruiniert, weil der Rettungsschwimmer seinen Job nicht gemacht hat", wird Tartt vom "Liverpool Echo" zitiert. "Ich musste auch eine zusätzliche Woche Urlaub nehmen, weil es mich so sehr mitgenommen hatte."

Er habe sich mit Reiseveranstalter TUI in Verbindung gesetzt, sei aber "abgespeist" worden. "Sie sagten, weil ich mich freiwillig entschieden habe, in den Pool zu springen und die Kinder zu retten, liegt es in meiner Verantwortung", erklärt Tartt, der selbst zweifacher Familienvater ist.

TUI kommentierte seine Beschwerde so: "Wir bedauern zu hören, dass er unglücklich ist, keine Entschädigung erhalten zu haben, aber wir waren der Meinung, dass die am besten geeignete Unterstützung, die wir leisten könnten, darin bestehen würde, ihm freien Zugang zu unserem Partner, dem Zentrum für Krisenpsychologie, zu gewähren."

Auch Außenstehende zeigten wenig Verständnis für Tartts Beschwerde, die sich beinahe so anhört, als ob er es bereue, die Kinder gerettet zu haben. "Aus welchen Gründen verdient er eine Entschädigung? Er hat eine heldenhafte Tat vollbracht und verdient Lob.... das ist aber auch alles", schrieb jemand auf Twitter.

Ein anderer fragte: "Wurde er nicht bereits dadurch 'entschädigt', den Kindern das Leben gerettet zu haben?" So kann man also vom gefeierten Helden zum Hassobjekt werden...


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