So lotste Möller Mittelfeld-Chef Rode zur Eintracht

Frankfurt am Main - Seit Montag ist Welt- und Europameister Andreas "Andy" Möller neuer Chef des Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) von Eintracht Frankfurt. Als "Persona non grata" von vielen Fans des hessischen Bundesligisten verschmäht, soll der 52-Jährige nun für neue Talente für den Bundesliga-Kader sorgen. Seinen ersten Erfolg konnte er bereits verbuchen - und der ist bereits Stammspieler und Leistungsträger!

2010 sorgte Andy Möller (Re.) - damals noch in Diensten der Offenbacher Kickers - für den Transfer von Sebastian Rode zur Eintracht.
2010 sorgte Andy Möller (Re.) - damals noch in Diensten der Offenbacher Kickers - für den Transfer von Sebastian Rode zur Eintracht.  © DPA/Arne Dedert

Wie das geht, das verrät ein Blick in die jüngere Vergangenheit. Denn bei dem hochambitionierten "Talent" handelt es sich um niemand geringeren als Sebastian Rode (28). Der Mittelfeld-Motor von Coach Adi Hütter (49) kehrte nach letztjähriger Leihe von Borussia Dortmund zum zweiten und vorerst endgültigen Mal zur SGE zurück.

Seinen ersten Auftritt in Schwarz, Weiß und Rot (Anm. d. Red.: Von 2010 bis 2014) machte übrigens vor allem einer möglich - der neue NLZ-Boss Möller! Denn wie die Bild-Zeitung am Mittwoch berichtete, schwatzte der ehemalige Weltmeister in seiner damaligen Position als Manager von Lokalrivale Kickers Offenbach Rode den Eintracht-Verantwortlichen praktisch auf.

Für eine Ablösesumme von rund 350.000 Euro ging der Deal damals über die Bühne, was dann folgte, war ein rasanter Aufstieg eines talentierten jungen Kickers. Vor allem nach dem Abstieg der Eintracht im Jahr 2011 spielte sich "Seppl" mit starken Leistungen in Liga 2 in die Herzen der Fans - wurde unumstrittener Stammspieler.

Auf seine erste, starke Eintracht-Phase folgten eher unerfreuliche Intermezzos bei Rekordmeister FC Bayern München (2014 bis 2016) und Borussia Dortmund (2016 bis 2018). Vor allem warfen ihn zahlreiche Verletzungen immer wieder zurück. Dann folgte die Rückkehr - zunächst auf Leihbasis - zu seiner geliebten Eintracht, sein Stern ging wieder auf.

Stehaufmännchen Sebastian Rode so stark wie eh und je

Sebastian Rode (2. v. Re.) jubelt nach seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich gegen Werder Bremen.
Sebastian Rode (2. v. Re.) jubelt nach seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich gegen Werder Bremen.  © dpa/Silas Stein

Erst kürzlich musste sich der 28-Jährige von einem erneuten Knorpelschaden im Knie erholen, doch das Stehaufmännchen der Eintracht gab auch diesmal nicht auf, kämpfte sich zurück und spielt so stark auf wie eh und je.

Nun sind Rode und Möller wieder unter derselben Flagge vereint. Daran konnten auch die heftigen Fanproteste nichts ändern, die vor allem während der Spiele der SGE in den vergangenen Wochen immer wieder aufkamen.

Vor allem eine etwas länger zurückliegende Äußerung des neuen NLZ-Chefs ärgerte die Ultra-Gruppierung neben der Tatsache, dass Möller einst für den Erzrivalen tätig war. So gab er 2017, damals noch in Manager-Diensten des OFC, zu Protokoll:

"Zur Eintracht habe ich keine Verbindung, mit Frankfurt habe ich nichts zu tun" - prompt wurde er bei Bekanntwerden eines möglichen Engagements bei der Eintracht als "Verräter" abgestempelt.

Doch mit der Personalie Rode machte Möller damals alles richtig, ob ihm weitere solche Coups gelingen, wird die Zeit zeigen. Aber vielleicht überdenken so einige Möller-Nörgler und Eintracht-Ultras nun ja doch ihre im Vorfeld aufs Heftigste zum Ausdruck gebrachte Kritik.

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