Blutbad in Sebnitz! Er soll einem 32-Jährigen ein Messer in die Brust gerammt haben

In diesem alten Haus geschah am Dienstagnachmittag ein Verbrechen.
In diesem alten Haus geschah am Dienstagnachmittag ein Verbrechen.  © Marko Förster

Sebnitz - Was ist nur zwischen den beiden Männern vorgefallen? In einem alten Bauernhaus in Sebnitz kam es am Dienstag zu einem Blutbad! Ein 32-Jähriger wurde dabei mit einem Messer niedergestochen. Er kämpft im Krankenhaus um sein Leben.

Wie die Dresdner Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte, soll der mutmaßliche Täter, ein 38-jähriger Sebnitzer nach der Attacke geflüchtet sein.

Kriminalpolizei und Feuerwehr rückten mit einem Großaufgebot in die Lange Straße aus, suchten Spuren und mussten schließlich die Tür eines Wohnhauses in der Bergstraße gewaltsam öffnen. Hier vermuteten die Beamten den Täter, der seit einigen Jahren in Sebnitz lebt. Doch die Wohnung war leer.

Die Beamten suchten die Räumlichkeiten ab, wurden dann jedoch etwas später auf dem gleichen Grundstück, jedoch in der Wohnung eines Bekannten fündig. Er wurde sofort festgenommen und noch am Nachmittag der Ermittlungsrichterin am Amtsgericht Pirna vorgeführt.

Die Wohnung des 38-Jährigen wurde von den Beamten versiegelt.

Die Kriminalpolizei muss nun klären, wie es zu dem brutalen Angriff kommen konnte.

Details zur Tat bekannt: Stand der Täter unter Alkohol- und Drogeneinfluss?

Daniel B. (38) kam noch am Mittwochabend in Untersuchungshaft.
Daniel B. (38) kam noch am Mittwochabend in Untersuchungshaft.  © Marko Förster

Update 18.46 Uhr: Bei dem mutmaßlichen Täter soll es sich um den gebürtigen Berliner Daniel B. handeln. Die Haftrichterin erließ noch am Mittwochnachmittag Haftbefehl gegen den 38-Jährigen.

Nun gibt es auch erste Details zum Tathergang. Die Ermittler gehen davon aus, dass Daniel B. gegen 15.50 unter Alkohol- und Drogeneinfluss auf das 32-jährige Opfer eingestochen habe. "Vieles deutet darauf hin", so ein Beamter.

Dabei rammte er dem gebürtigen Pirnaer, der seit einigen Jahren in Sebnitz lebt ein Messer in den Oberkörper. Anwohner riefen Notarzt und Polizei und kümmerten sich um die Erstversorgung des Schwerstverletzten. Dieser wurde dann vom Rettungsdienst in die Sebnitzer Klinik gebracht und noch am Abend notoperiert.

Der mutmaßliche Täter kam noch am Nachmittag in Untersuchungshaft. Anwohner berichten, dass der ledige Mann schon häufiger durch Alkohol- und Drogenmissbrauch aufgefallen sei.

Bisher schweigt er zu den Vorwürfen des versuchten Totschlags - auch die Ermittler tappen noch im Dunklen, was das Motiv der bestialischen Bluttat angeht.

Die Feuerwehr musste die Tür gewaltsam aufbrechen. Die Wohnung ist nun versiegelt.
Die Feuerwehr musste die Tür gewaltsam aufbrechen. Die Wohnung ist nun versiegelt.  © Marko Förster

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