Sachsens Krankenhäuser sollen Tschechen behandeln!

Sebnitz - Für etwa 55.000 Tschechen im Schluckenauer Zipfel liegen die nächstgelegenen Krankenhäuser jetzt nicht mehr im eigenen Land, sondern in Sebnitz und Ebersbach-Neugersdorf. Grund ist die Insolvenz der Klinik in Rumburk (Rumburg).

Sachsens Gesundheitsministerin Barbara Klepsch (54, CDU) mit ihrem tschechischen Amtskollegen Adam Vojtěch (32).
Sachsens Gesundheitsministerin Barbara Klepsch (54, CDU) mit ihrem tschechischen Amtskollegen Adam Vojtěch (32).  © SMS

Sachsen und Tschechien verhandeln nun darüber, wie die Kosten bei der grenzüberschreitenden Behandlung künftig abgerechnet werden.

Dazu traf sich Gesundheitsministerin Barbara Klepsch (54, CDU) mit ihrem Amtskollegen Adam Vojtěch (32) in Prag.

Eine grenzüberschreitende Arbeitsgruppe soll jetzt schnell die Rahmenbedingungen erarbeiten.

Klepsch: "Ziel ist es, zügig eine gemeinsame Kooperationsvereinbarung zu unterzeichnen, um den Menschen in der Region eine gesicherte medizinische Versorgung zur ermöglichen."

Laut Ministerium könnte eine Vereinbarung ein Modell auch für andere sächsisch-tschechischen Grenzregionen sein. Bisher gibt es so etwas noch nicht.

Die Klinik in Sebnitz verzeichnet bereits mehr tschechische Patienten.

"Wir verfolgen den fortschreitenden Dialog mit Interesse und stehen ebenso wie die Asklepios-Kliniken in Sebnitz bereit", so auch Jana-Cordelia Petzold, Sprecherin des Klinikums in Ebersbach-Neugersdorf.

Für akute Notfälle stehe das Klinikum Oberlausitzer Bergland selbstverständlich zur Verfügung. Man warte aber noch auf eine Lösung für den Regelbetrieb mit tschechischen Patienten.

Krankenhäuser wie die Asklepios-Klinik in Sebnitz könnten bald ganz regulär Patienten aus dem Nachbarland behandeln.
Krankenhäuser wie die Asklepios-Klinik in Sebnitz könnten bald ganz regulär Patienten aus dem Nachbarland behandeln.  © türpe

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