Schnittwunde am Hals zugefügt: Pferdeschlitzer misshandelt Stute auf Koppel

Darmstadt - Offenbar hat ein sogenannter "Pferdeschlitzer" in Seeheim-Jugenheim südlich von Darmstadt zugeschlagen.

Die Stute wurde auf einer Koppel attackiert und verletzt (Symbolbild).
Die Stute wurde auf einer Koppel attackiert und verletzt (Symbolbild).  © Montage: 123RF/Vladyslav Danilin, dpa/Boris Roessl

Die Polizei in Südhessen ermittelt seit Mittwochabend wegen einem krassen Fall von Tierquälerei.

Eine Pferdebesitzerin hatte die Beamten zuvor über eine "augenscheinlich von Menschenhand verwundete Stute" informiert, wie ein Sprecher am Donnerstagmorgen erklärte.

Das Pferd stand auf einer Koppel in Balkhausen, einem Ortsteil der südhessischen Gemeinde Seeheim-Jugenheim, unweit der Landstraße 3103.

Hier attackierte ein bislang unbekannter Täter das Tier. In der Zeit zwischen Dienstagabend, 20.30 Uhr, und Mittwochabend, 19.30 Uhr, wurde der Stute eine Schnittwunde am Hals zugefügt.

Zum Glück entdeckte die Besitzerin des Pferdes die Wunde rechtzeitig. Noch am Mittwochabend wurde die Stute von einem Tierarzt versorgt.

Pferdeschlitzer oder Pferderipper

Die Polizei ermittelt und sucht Zeugen. Hinweise nehmen die Ermittler unter der Telefonnummer 0615795090 entgegen.

Als "Pferdeschlitzer" oder "Pferderipper" werden umgangssprachlich Menschen bezeichnet, die aufgrund einer psychischen Störung das Verlangen verspüren, Pferde zu verstümmeln und/oder zu töten.

Erst im Juni hatte es einen ähnlichen Fall im südhessischen Ginsheim-Gustavsburg gegeben. Ein Pferd war mehrfach mit einem scharfen Gegenstand angegriffen und verletzt worden (TAG24 berichtete).

Titelfoto: Montage: 123RF/Vladyslav Danilin, dpa/Boris Roessl

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