Seehofer will's ohne Merkel machen

Man müsse den Wählern klarmachen, dass sie nicht Merkel, sondern die CSU wählten, argumentiert Seehofer (66) intern.
Man müsse den Wählern klarmachen, dass sie nicht Merkel, sondern die CSU wählten, argumentiert Seehofer (66) intern.

München/Berlin - Neuer Ärger in der Union! Die CSU will laut „Spiegel“ nicht gemeinsam mit ihrer größeren Schwesterpartei 2017 um Sitze für den Bundestag werben.

Dem Hamburger Nachrichtenmagazin zufolge bereitet sich CSU-Chef Horst Seehofer (66) darauf vor, dass seine Partei nicht für Kanzlerin Angela Merkel (61, CDU) in den Wahlkampf ziehen wird.

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer (41) betont: „Im Moment liegen wir in einigen wichtigen Fragen inhaltlich auseinander. Es wäre falsch, das unter den Teppich zu kehren.“ Gerade in der Flüchtlingspolitik trennen Seehofer und Merkel oft tiefe Gräben.

Verkehrsminister Alexander Dobrindt (45, CSU) sagte dem „Spiegel“, es sei offen, ob es ein gemeinsames Wahlprogramm beider Parteien geben werde: „Ich habe mir nicht vorstellen können, dass CDU und CSU mal bei einem zentralen Thema so weit voneinander entfernt denken und agieren können, wie sich das in der Flüchtlingsfrage gezeigt hat.“

Auf einer Sitzung der CSU-Strategiekommission für die Bundestagswahl soll Seehofer gesagt haben, falls die CDU in der Auseinandersetzung mit der AfD seinem Kurs nicht folge, müsse die CSU zur Not einen eigenen Wahlkampf bestreiten. Seehofer will demnach dann selbst auf Platz eins der Landesliste kandidieren.

Foto: imago


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