CDU und CSU setzen auf "kooperative Konkurrenz"

Seeon - Mit demonstrativer Geschlossenheit haben CDU und CSU bei der Klausur der CSU-Landesgruppe im Kloster Seeon in Bayern ihren Dauerstreit der vergangenen Jahre endgültig für beendet erklärt.

CDU und CSU haben in Seeon demonstrative Geschlossenheit gezeigt.
CDU und CSU haben in Seeon demonstrative Geschlossenheit gezeigt.  © DPA

Zugleich betonten die beiden Unionsschwestern aber, dass sie auch künftig bei einzelnen Themen unterschiedlicher Meinung sein würden.

Beide Parteien hätten in den vergangenen 70 Jahren immer wieder gestritten, allerdings zugleich auch stets eine "kooperative Konkurrenz" gepflegt.

"Die hat uns immer gut getan", sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt (48) zum Abschluss der dreitägigen Klausur der CSU-Landesgruppe im Kloster Seeon.

Auch die neue CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer (56) erklärte, dass es künftig sicherlich kein Verbot für etwaige Meinungsunterschiede gebe, "aber an richtiger Stelle und in richtiger Tonlage".

Die Union sei am stärksten, wenn CDU und CSU sowohl betonten, was sie im Konsens verbinde, als auch, dass sie die jeweiligen Eigenarten akzeptierten. "Es wird weiter ein spannendes Verhältnis sein, aber von mehr Gemeinsamkeiten getragen."

Kramp-Karrenbauer und Dobrindt gaben sich zuversichtlich, dass sie auf diesen neuen Kurs auch bei den anstehenden Wahlen in Europa sowie in Brandenburg, Sachsen und Thüringen setzen würden.

Mit Blick auf die in der großen Koalition spätestens zur Halbzeit der Legislaturperiode im Herbst anstehende Überprüfung der Regierungsarbeit betonten CDU und CSU, dass sie darin keine Ausstiegsklausel sähen. Sie gebe aber allen Parteien eine Möglichkeit, die Regierungsarbeit an sich ändernde Rahmenbedingungen anzupassen.

Alexander Dobrindt (l., CSU) und Annegret Kramp-Karrenbauer (r., CDU) sind sich einig.
Alexander Dobrindt (l., CSU) und Annegret Kramp-Karrenbauer (r., CDU) sind sich einig.  © DPA

Titelfoto: DPA


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