Segelschiff gesunken: So geht es weiter für die "Seute Deern"

Bremerhaven - Das gesunkene Museumsschiff "Seute Deern" soll noch am Samstag in Bremerhaven gehoben werden.

Ein Blick auf den am Alten Hafen liegenden Traditionssegler "Seute Deern".
Ein Blick auf den am Alten Hafen liegenden Traditionssegler "Seute Deern".  © Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Das 100 Jahre alte Segelschiff ist nach einem Wassereinbruch Ende August abgesackt und liegt mit Schlagseite in einem Hafenbecken.

Erst kürzlich wurde bekannt, dass die Bergung des Schiffes 1,1 Millionen Euro kosten soll. Das Geld komme zu 90 Prozent vom Land Bremen, 10 Prozent werde die Stadt Bremerhaven beitragen.

Damit die "Seute Deern" bei der Hebung stabil bleibt, sind 20 Luftsäcke rechts und links am Rumpf befestigt worden.

Auftrieb soll das Schiff bekommen, indem das Wasser aus dem Rumpf abgepumpt wird. Wegen der technisch schwierigen Vorarbeiten hatte sich die Hebung einige Male verzögert.

Der Dreimaster gilt als Wahrzeichen der Stadt Bremerhaven.

Das genau 100 Jahre alte Schiff hat in seinem Jubiläumsjahr aber nichts als Ärger. Erst brannte es im Februar aus ungeklärter Ursache auf dem Vorschiff nahe der Kombüse.

Dann versagten Ende August die Pumpen, die das Schiff flott halten, sodass die "Seute Deern" mit vollgelaufenem Rumpf auf den Boden des Hafenbeckens sackte.

Die "Seute Deern" wird als Restaurant genutzt und gehört zu den wichtigsten Schaustücken des Deutschen Schifffahrtsmuseums.

Das historische Segelschiff "Seute Deern" ist wegen eines Pumpenausfalls in Schräglage geraten.
Das historische Segelschiff "Seute Deern" ist wegen eines Pumpenausfalls in Schräglage geraten.  © Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Update, 14.38 Uhr: Bergung verzögert sich

Die Bergung des gesunkenen Museumsschiffs hat sich am Samstag leicht verzögert.

Gegen 15 Uhr soll mit dem Abpumpen von Wasser aus dem Rumpf des Traditionsseglers begonnen werden, wie Thomas Joppig, Pressesprecher des Deutschen Schifffahrtsmuseums, sagte.

Ursprünglich sollte damit eine Stunde früher angefangen werden.

Zuvor mussten Taucher Kanäle unter das Schiff spülen und dort Leinen durchschieben, damit daran Luftsäcke befestigt werden können.

Dieser Prozess habe etwas länger gedauert als geplant, erklärte der Projektleiter für die Sanierung der "Seute Deern", Lars Kröger.

Update, 16.27 Uhr: Bergung hat begonnen

Inzwischen konnte die Bergung begonne. Das Wasser werde seit einigen Minuten vorsichtig aus dem Rumpf des Schiffes abgepumpt, sagte Thomas Joppig, Pressesprecher des Deutschen Schifffahrtsmuseums, um kurz vor 16 Uhr.

Dadurch soll der Traditionssegler Auftrieb bekommen und Stück für Stück gehoben werden. Die Bergung sollte langsam vollzogen werden und nach Erwartungen der Ingenieure mehrere Stunden dauern.

Titelfoto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa


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