Für Diskus-Olympiasieger Robert Harting platzt ein großer Traum

Berlin - Es sollte die Krönung einer außergewöhnlichen Karriere werden, doch nun zerplatzt wohl der Traum einer Medaille bei der Heim-EM in Berlin für Robert Harting (33). Ein Sehnenriss im Knie zwingt den Sportler, nur auf Sparflamme zu trainieren. Eine ordentliche Vorbereitung ist somit nicht möglich.

Die Heim-EM wäre eine Krönung in seiner erfolgreichen Leistungssport-Karriere.
Die Heim-EM wäre eine Krönung in seiner erfolgreichen Leistungssport-Karriere.

"Mein Quadrizepssehne im rechten Knie ist wieder gerissen", so Harting zur BILD am Sonntag. "Das ist ein Vertikalriss, also von oben nach unten. Deshalb kann ich auch Kniebeugen machen, oder reißen. Aber werfen, wo ich mich verdrehe, da habe ich Schmerzen."

Eine Absage für die EM vom 7. bis 12. August im Olympiastadion ist daher kein Thema für ihn: "Ich will mir die Teilnahme nicht verderben lassen."

Harting hatte 2009 in Berlin den ersten von drei WM-Titeln gewonnen. "Das hat mein Leben geprägt. Wäre die WM jetzt in Budapest oder Paris, hätte ich wahrscheinlich schon aufgehört. Aber jetzt will ich es ordentlich zu Ende bringen", erzählt der 33-Jährige. So heißt es für den gebürtigen Cottbuser: Dabei sein ist alles!

Harting hatte in den vergangenen Jahren immer wieder Knieprobleme. 2014 gewann er bei der EM in Zürich seinen bislang letzten Titel. Wenige Wochen danach riss sein Kreuzband. Bei den Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro erlitt er vor dem Finale einen Hexenschuss. Sein Bruder Christoph (27) gewann damals überraschend Gold. Bei der EM will der Olympiasieger von 2012 seine internationale Karriere beenden.

Trotz der erneuten Probleme betonte er: "Ich will danach ordentlich feiern. Es wird trotzdem - glaube ich - eine coole EM für mich werden." Damit es so wird, hält er sich mit Hilfe von Spritzen und einer Stoßwellentherapie halbwegs in Form.


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