Seiffen zittert vor unheimlichem Brandstifter

Seit Mai brennt es in Seiffen. So auch Donnerstag, als dieses leer stehende Gebäude in Flammen aufging.
Seit Mai brennt es in Seiffen. So auch Donnerstag, als dieses leer stehende Gebäude in Flammen aufging.

Von Torsten Schilling

Seiffen - Das Spielzeugdorf (2 276 Einwohner) im Erzgebirge zittert vor einem Feuerteufel. In der Nacht ist wieder ein leer stehendes Haus am Ahornberg angesteckt worden - das Gebäude im Ortsteil Oberseiffenbach nahe des Ferienparks brannte nieder.

60 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Die Straße zwischen Seiffen und Deutschendorf war mehrere Stunden gesperrt. „Die Menschen sind unruhig und haben Angst“, sagt Seiffens Wehrleiter Thomas Schalling (36).

Die unheimliche Brandserie im Ort begann im Mai. Damals ging ein Bauerngehöft am Schmelzhüttenweg in Flammen auf. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung. „Wir haben noch keine Ergebnisse“, sagt Polizeisprecherin Heidi Henning (60).

Am 18. Juni brannte ein leer stehendes Anwesen am Skihang. Einen Monat später stand ein Futterlager in Flammen. Zwischendurch rückte die Feuerwehr zu Containerbränden am ehemaligen Sportplatz und in der Nähe des Hauses des Gastes aus. Gelagerte Strohballen am Fuße des Schwartenbergs brannten ebenfalls.

„Das deutet auf eine Handschrift hin“, vermutet der Seiffener Wehrleiter Schalling. Deutlicher wird Olbernhaus Bürgermeister Heinz- Peter Haustein (61, FDP):

„Es war schon wieder ein Brand in einer Nacht von Mittwoch auf Donnerstag. Das Muster ist immer gleich.“

Fotos: Jan Görner


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