In dieser Schule stinkt es seit zwei Jahren

Die Grundschule in Seiffen.
Die Grundschule in Seiffen.  © Uwe Meinhold

Seiffen - Trotz Sommerferien herrscht Hochbetrieb in der Grundschule in Seiffen, Handwerker verlegen neue Böden. Der Grund: Es stank in dem Gebäude zum Himmel.

Unter den Eltern ging die Sorge um: Wie gefährlich ist der beißende Gestank im Gebäude? Schon 2015 schlugen die Eltern erstmals Alarm. Ein Gutachten (liegt TAG24 vor) stellte fest, dass unter anderem beim Fußboden-Einbau ein Weichmacher mit dem Namen DEHP verwendet wurde - der Stoff steht seit Oktober 2008 auf der „Schwarzen Liste“ und darf seit 2015 innerhalb der EU nicht verwendet werden. Weiter heißt es in dem Gutachten: „Es wurde festgestellt, dass der Fußbodenaufbau eine deutliche Geruchs- und Schadstoffquelle darstellt.“ Mit Folgen: Eltern berichten von zwei betroffenen Kindern mit Augenproblemen und Kopfschmerzen.

Bürgermeister Martin Wittig (43) sprach anfangs von drei belasteten Räumen - mittlerweile sind es mindestens fünf. Wittig: „Dafür nutzen wir die Sommerferien.“ Danach soll die Luft erneut gemessen werden. Die Kosten trägt die Stadt Seiffen. Für die Planung der Arbeiten wurden 3644,41 Euro fällig, die Arbeiten selber kosten rund 35000 Euro. Wittig: „Der alte Boden wurde vor meiner Amtszeit eingebaut."

"Eine Garantie darauf hatten wir auch nicht mehr.“

Titelfoto: Uwe Meinhold


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