Begehrtes Sammlerstück "Krause Duo" nach mühevoller Restaurierung geklaut

Seifhennersdorf - Zu DDR-Zeiten war das Neumodell nur für Gehbehinderte erlaubt, heute ist die "Krause Duo" ein begehrtes Sammlerstück für Schrauber. Nach mühevoller Restaurierung, wurde eines dieser kultigen Fahrzeuge in Seifhennersdorf gestohlen.

Vermutlich wurde die "Krause Duo" in einen Transporter gestopft und damit weggefahren.
Vermutlich wurde die "Krause Duo" in einen Transporter gestopft und damit weggefahren.  © privat

Am frühen Morgen kam der Ärger über das Telefon: "Der Nebenmieter hat mich angerufen", sagt Detlef Kray (61).

"Er hatte bemerkt, dass mein Garagentor offenstand." Sofort sah der Seifhennersdorfer nach und entdeckte, dass die "Krause Duo" seines Sohnes nicht mehr in der Garage stand.

Dieser hält sich gerade in der Schweiz auf, hatte das Krankengefährt vom Opa eines Freundes bekommen und in mühevoller Kleinarbeit wieder flottgemacht.

"Außerdem hat er es mit Airbrush versehen", so Kray. "Das ist sehr traurig."

Um an das Gefährt zu kommen hatten die Einbrecher über Nacht die Reihengarage in der Gründelstraße aufgebrochen, das Fahrzeug dann einfach in einen Transporter gestopft und damit weggefahren.

Rund 3000 Euro ist das Gefährt weit.

Polizeiliche Ermittlungen laufen.
Polizeiliche Ermittlungen laufen.  © dpa (Symbolbild)

Da schon seit Jahrzehnten keine Ersatzteile mehr hergestellt werden, haben es insbesondere illegale Teilehändler auf die Ostkrafträder abgesehen. Dabei ist die Duo Krause nicht nur für Fans der Dreiräder interessant, sondern auch für Freunde der Schwalbe.

Das Moped dienst als Grundlage des einstigen Behindertenfahrzeugs.

Für die Krays ist der Materialschaden allerdings nur Nebensache: "Es geht eher um den ideellen Wert", sagt Detlef Kray. "In dem Rad steckt so viel Arbeit, so viel Mühe."

Mittlerweile hat die Kriminalpolizei die Fahndung nach dem Dreirad mit Dach aufgenommen.

Dank des Airbrush-Designs dürfte es auch nicht gerade unauffällig sein: "Es ist von vorn bis hinten in Holzoptik besprüht", erklärt Kray. Wer den Paradiesvogel irgendwo gesehen hat, wird gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

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