SEK-Einsatz bei Flüchtlingsheim: Mann droht, sich mit Messer in der Hand in die Tiefe zu stürzen

Dettingen unter Teck - Am Donnerstag kam es im baden-württembergischen Dettingen unter Teck (Landkreis Esslingen, nahe Stuttgart) zu einem SEK-Einsatz, da ein Mann versucht haben soll, sich umzubringen.

Die Feuerwehr bereitete ein Sprungtuch unter dem Fenster vor, auf das der Mann später sprang.
Die Feuerwehr bereitete ein Sprungtuch unter dem Fenster vor, auf das der Mann später sprang.  © SDMG

Der 20-jährige Nigerianer sollte aufgrund einer Verfügung der des Regierungspräsidiums Karlsruhe bei nigerianischen Botschaftsangehörigen im Regierungspräsidium vorgeführt werden.

Wie ein Polizeisprecher TAG24 gegenüber bestätigte, wollten Polizei-Einsatzkräfte den Mann abholen. Dieser weigerte sich jedoch und drohte sich umzubringen.

Er soll am offenen Fenster im zweiten Stock eines Asylbewerberheims das Fenster geöffnet und sich auf den Fenstersims gesetzt haben. Der Mann trug ein Messer bei sich, was die Situation für die Polizei zusätzlich erschwerte.

Der 20-Jährige drohte den Beamten an, sich in die Tiefe zu stürzen, sollten diese sich ihm annähern. Die Polizei zog deshalb den Rettungsdienst und SEK-Spezialkräfte hinzu.

Über mehrere Stunden verhandelten geschulte Kräfte zusammen mit einem Psychologen mit dem Mann, jedoch zunächst erfolglos. Als sich eine günstige Gelegenheit ergab, sollte der Mann vom SEK überwältigt werden.

Dabei sprang er in das unter ihm befindliche Sprungtuch, das die eingetroffene Feuerwehr aus Dettingen bereits vorbereitet hatte. Bei dem Aufprall zog sich der Nigerianer, der immer noch das Messer bei sich hatte, eine Schnittverletzung an der Hand zu, so die Polizei.

Ein Notarzt war bereits vor Ort und kümmerte sich um den Mann. Anschließend wurde er in ein Krankenhaus gebracht.

Da der Mann mit einem Messer auf dem Fenstersims saß und drohte, sich umzubringen, wurden Spezialeinsatzkräfte des SEK hinzugezogen.
Da der Mann mit einem Messer auf dem Fenstersims saß und drohte, sich umzubringen, wurden Spezialeinsatzkräfte des SEK hinzugezogen.  © SDMG

Titelfoto: SDMG

Mehr zum Thema Polizeimeldungen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0