Das passiert mit Deinem Körper, wenn Du Sellerie isst

München - Bei Sellerie müssen viele erschaudern, denn der Gedanke an das grüne Gemüse is(s)t wenig schmackhaft. Hier erfährt Du, warum Du Deine Meinung zum Sellerie überdenken solltest und was Du beim Verzehr beachten musst.

Sellerie sollte nicht zu lange im Kühlschrank gelagert werden, sondern am Besten frisch verzehrt werden.
Sellerie sollte nicht zu lange im Kühlschrank gelagert werden, sondern am Besten frisch verzehrt werden.  © 123RF

"Vor ein paar Jahren hättet ihr mich damit jagen können", gesteht Isabella Hener zum Staudensellerie auf Instagram.

Die "intolerante Isi" (wie sich Isabella nennt) beschäftigt sich mit Lebensmittelintoleranzen und kennt sich bestens mit Ernährung und Gesundheit aus. Auf ihren Social-Media-Kanälen teilt sie deshalb "Healthy Facts" zu Lebensmitteln.

Warum Sellerie heute öfter auf dem Speiseplan der Expertin steht? Die grünen Stangen sind voll gestopft mit Vitaminen und Ballaststoffen.

Da Sellerie fast zu 95 Prozent aus Wasser besteht und kaum Kalorien hat, ist er beliebter Bestandteil diätischer Ernährungspläne. Die grünen Stangen enthalten unter anderem Provitamin A, B-Vitamine, Vitamin C, Kalium, Natrium, sekundäre Pflanzenstoffe und viele Ballaststoffe.

"Sellerie soll stark entzündungshemmend wirken und wird daher gerne in der Behandlung von entzündlichen Erkrankungen wie Arthritis, Osteoporose oder Gicht eingesetzt", weiß Isabella. Ballaststoffe im Sellerie regen die Darmtätigkeit an und regulieren so die Verdauung. Das enthaltenen Kaum reguliert den Wasserhaushalt (man muss öfter aufs Klo) und den Blutdruck.

Durch das organische Natrium im Sellerie kann der Körper andere Nährstoffe besser aufnehmen. Auch der Salzgehalt im Körper wird dadurch ausgeglichen.

Wer an Nervosität und Schlaflosigkeit leidet, profitiert von den ätherischen Ölen des Sellerie. Die haben nämlich eine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem.

Achtung: So kann Sellerie auch schädlich für Deinen Körper sein

Allergiker sollen beim Verzehr von Sellerie vorsichtig sein.
Allergiker sollen beim Verzehr von Sellerie vorsichtig sein.  © DPA

Allergiker sollen Sellerie nur mit Vorsicht genießen. "Bei Birkenpollen- sowie Beifußpollenallergikern kann beim Verzehr von Staudensellerie eine Kreuzallergie auftreten", erklärt Isabella.

Außerdem enthält Sellerie Furocumarine, die auch beim Kochen nicht zerstört werden. Die Stoffe werden von Pflanzen als Abwehr gegen Bakterien und Pilze gebildet. Wenn die Pflanze befallen ist und länger gelagert wird, steig der Furocumaringehalt weiter an. Durch Einfluss von Sonnenlicht auf der Haut kann Sellerie dann sogar giftig wirken.

"Solange man auf Frische achtet und nicht über Jahre täglich nen ganzen Sellerie in der Mittagssonne isst, sollte das denke ich eher unproblematisch sein", relativiert Isabella den Fakt. "Wie bei allen Lebensmitteln, gilt: In Maßen, nicht in Massen genießen."

Kein Weizen, glutenfrei, ohne Milch, kein Zucker oder schlicht vegan: Irgendwas ist doch immer. Wer Lebensmittel nicht verträgt oder darauf verzichten möchte, kommt bei der "Intoleranten Isi" auf seine Kosten. Sie kocht in ihrem Foodtruck für Menschen mit Lebensmittelunverträglichkeiten. Außerdem bietet Isabella Catering, sowie Koch- und Backkurse in München an.

Titelfoto: 123RF

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