Seltsamer "Finderlohn"! 200 Euro plus Alkohol für geklautes Jesuskind

Meißen - Der armen Jungfrau Maria haben dreiste Diebe vergangenes Wochenende das Jesuskind aus der Weihnachtskrippe am Meißner Weihnachtsmarkt gestohlen.

Da können die Könige gucken, wie sie wollen - das Kind ist weg. Wer macht bloß so was?
Da können die Könige gucken, wie sie wollen - das Kind ist weg. Wer macht bloß so was?  © Thomas Türpe

Wer den Heiland wieder zurück in die Krippe bringt, dem winkt eine fette Belohnung.

Nicht zum ersten Mal ist das Jesuskind spurlos verschwunden.

"Schon vor zwei Jahren wurde die Figur aus der Krippe gestohlen", so Uwe Reichel, vom Vorstand des Gewerbevereins Meißen. "Keiner wusste, wo die Figur war. Sie ist auch bis heute nie wieder aufgetaucht."

Einer, der jetzt genug hat, ist Rico Grafe.

Der 35-Jährige ist Betreiber eines benachbarten Feuerzangenbowle-Standes auf dem Meißner Weihnachtsmarkt. "Das ist eine Schweinerei", findet Grafe. Um den Heiland schnellstmöglich wieder nach Hause zu bringen, hat sich der Meißner etwas einfallen lassen.

"Wer das Jesuskind wieder zurückbringt, der bekommt 200 Euro Finderlohn." Und christliche Nächstenliebe wird nicht nur mit Barem, sondern auch mit reichlich Hochprozentigem belohnt.

"Zusätzlich darf die Person, die uns unser Jesuskind zurückbringt, bei uns in der Feuerzangenbowle einen Abend mit vier seiner besten Freunde auf meinen Deckel trinken", verspricht Grafe. Na, wenn das mal kein Anreiz für den ehrlichen "Finder" ist...

Marktleiter Martin Rehnus (29) hofft, dass das Jesuskind den Weg zurück in die Krippe findet.
Marktleiter Martin Rehnus (29) hofft, dass das Jesuskind den Weg zurück in die Krippe findet.  © Thomas Türpe

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