Schock vor SemperOpernball: Mareile Höppner moderiert nun doch nicht!

Dresden - Erst vor wenigen Tagen gab Mareile Höppner bekannt, dass sie für Judith Rakers beim SemperOpernball einspringt (TAG24 berichtete). Doch nun tritt sie von dieser Funktion zurück.

Moderatorin Mareile Höppner (42) bei der Verleihung der "Goldenen Henne" 2019.
Moderatorin Mareile Höppner (42) bei der Verleihung der "Goldenen Henne" 2019.  © dpa/Jan Woitas/dpa-Zentralbild

Der berühmte SemperOpernball stand kurzfristig mit nur einem Moderator da, nachdem Judith Rakers in der vergangenen Woche absagte. Dann wurde Mareile Höppner gefragt, ob sie an der Seite von Roland Kaiser stehen wolle.

Die charmante "Brisant"-Moderatorin überlegte nicht lang und schlug letztlich die Gelegenheit nicht aus, ein zweites Mal den Ball zu moderieren.

Doch nun die Kehrtwende: "Mareile Höppner hat uns mitgeteilt, dass sie in den vergangenen Tagen einen unerträglichen Grad an Hass bis hin zu Bedrohungen erleben musste", teilte der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) am heutigen Samstagnachmittag auf Twitter mit.

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"Sie wird daher den diesjährigen SemperOpernball nicht moderieren", fuhr ein MDR-Sprecher fort.

Um was für Bedrohungen es konkret geht, dazu äußerte sich der Fernsehsender nicht. Jedoch wurde bereits Anzeige erstattet.

Auch soll Kritik am MDR verübt worden sein, weil der Ball bei dem Sender live übertragen wird. Daran soll sich jedoch nichts ändern, wie ein Sprecher weiter mitteilte: "Wir stehen zu unserer Entscheidung, den diesjährigen SemperOpernball zu übertragen - trotz der Ehrung des ägyptischen Machthabers El-Sisi."

Die Hass-Nachrichten scheinen sich jedoch nicht nur auf den MDR und Opernball-Moderatorin Höppner zu beschränken, wie sie selbst auf Instagram mitteilte: "Ich bin nun Opfer und Zielscheibe von schlimmstem Hass und Anfeindungen geworden. Selbst vor meinem Kind wurde dabei nicht halt gemacht."

Wer nun am kommenden Freitag an der Seite von Roland Kaiser moderieren wird, ist wieder unklar. Die SemperOpernball-Live-Sendungen beim MDR sollen in den nächsten Jahren intern kritisch diskutiert werden.

Höppner schließ mit einer Forderung an Hans-Joachim Frey ab: "Von dem Verantwortlichen des Balls erwarte ich, dass er endlich wirklich neue Zeichen setzt."

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