Senat zu "Köpi 137": Liegt hier der Ursprung linksextremer Gewalt?

Plakate hängen am Zaun des autonomen Wohnprojektes in der Köpenicker Straße in Mitte. Ein ehemals besetztes Wohnhaus in der Köpenicker Straße ist den Sicherheitsbehörden seit Jahren ein Dorn im Auge. (Bildmontage)
Plakate hängen am Zaun des autonomen Wohnprojektes in der Köpenicker Straße in Mitte. Ein ehemals besetztes Wohnhaus in der Köpenicker Straße ist den Sicherheitsbehörden seit Jahren ein Dorn im Auge. (Bildmontage)  © DPA (Bildmontage)

Berlin - Liegt hier der Ursprung linksextremer Gewalt? Ein ehemals besetztes Wohnhaus in der Köpenicker Straße in Berlin-Mitte ist den Sicherheitsbehörden seit Jahren ein Dorn im Auge.

Im Umfeld des autonomen Zentrums in der Köpenicker Straße in Berlin-Mitte ist es in den vergangenen Jahren zu zahlreichen Straftaten gekommen. Zwischen 2011 und 2016 wurden 29 Autos in den umliegenden Straßen vermutlich von Linksextremisten angezündet. Das geht aus einer Antwort der Senatsinnenverwaltung und der Polizei auf eine Anfrage des SPD-Abgeordneten Tom Schreiber hervor, die den Postleitzahlen-Bereich 10179 betrifft.

Der Senat schreibt: "Generell kann die Feststellung getroffen werden, dass das Objekt 'Köpi 137' sowohl als Rückzugsort linksmotivierter Straftäter als auch als Ausgangspunkt von Straftaten dient." Von 2010 bis August 2017 seien bei der Polizei 75 Ermittlungsverfahren mit dem Tatort Köpenicker Straße 137 erfasst.

Zu den Bewohnern heißt es in der Antwort auf die Anfrage lapidar: "Polizeilicher Präsenz vor Ort wird oft feindlich begegnet, parkende Touristenbusse und bauliche Veränderungen im Umfeld werden als Ausdruck von Gentrifizierungsprozessen wahrgenommen. Der Unmut darüber mündet gelegentlich in strafrechtlich relevanten Aktionen."

Das ehemals besetzte Gebäude an der Grenze zu Kreuzberg wird bewohnt, es gibt dort aber auch regelmäßig Konzerte und Veranstaltungen.

Titelfoto: DPA (Bildmontage)


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0