Anwalt sitzen gelassen: Senior soll 41.000 Euro Rente erschlichen haben!

Verteidiger Ralf Krause wartete am Freitag vergebens auf seinen Mandanten.
Verteidiger Ralf Krause wartete am Freitag vergebens auf seinen Mandanten.

Chemnitz - Als es um seine Freiheit ging, bekam Joachim N. (72) offenbar kalte Füße: Der Diplom-Ingenieur tauchte am Freitag erst gar nicht im Landgericht Chemnitz auf. Angeklagt war er wegen Betrugs.

"Mein Mandant hat mich gebeten, ihn heute zu entschuldigen", sagte Verteidiger Ralf Krause. Am Abend vor der Verhandlung hatte sich der angeklagte Betrüger nach eigener Aussage ins Krankenhaus einweisen lassen - dort wusste aber Freitagfrüh niemand etwas davon.

Nicht ganz so zaghaft ging der Mann laut Anklage in den Jahren zuvor zur Sache. Er soll einen alten DDR-Sozialversicherungsausweis gefälscht und damit rund 41.000 Euro Rente erschlichen haben. Das Amtsgericht Chemnitz verdonnerte ihn zu 18 Monaten Haft - bei 14 Vorstrafen gab es diesmal keine Bewährung.

Die Berufungsverhandlung am Freitagwurde ausgesetzt. Neuer Versuch nächsten Dienstag - dann in Handschellen, das Gericht will den Mann vorführen lassen.


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