Mord in Bielefeld: DNA-Fund belastet den Ex-Mann

DNA-Spuren beweisen die Anwesenheit des Ex-Manns am Tatort. (Symbolbild)
DNA-Spuren beweisen die Anwesenheit des Ex-Manns am Tatort. (Symbolbild)

Bielefeld - Nach dem Mord an einer 41-jährigen Frau in Bielefeld-Senne ermittelt die Polizei weiter.

Am Tatort konnten DNA-Spuren gesichert werden, die zweifelsfrei dem 53-jährigen Ex-Mann aus Bad Oeynhausen zuzuordnen sind.

Laut Neue Westfälische hat Georgio S. die Mutter zweier Söhne (10 & 12) mit zwei Schüssen aus einer Schrotflinte getötet. Dabei soll er durch die Autoscheibe geschossen haben, als Tanja S. zur Arbeit fahren wollte.

Die Waffe wurde bisher allerdings nicht gefunden. Wie die Zeitung berichtet, gestaltet sich die Erstellung eines Bewegungsprofils ebenso schwierig.

Staatsanwältin Stefanie Jürgenlohmann gegenüber der Neuen Westfälischen: "Keine der verschiedenen Telefonnummern, die wir dem Mann zuordnen können, war am Donnerstagmorgen aktiv."

Allerdings sei er kurz vor der Festnahme noch in seiner Kunststoff-Firma in Bad Oeynhausen gewesen. Das bestätigte eine Sekretärin.

Der neue Lebensgefährte von Tanja S. sagte gegenüber dem Westfalen-Blatt

"Tanja war eine bodenständige, sparsame Frau, die als kaufmännische Angestellte eine gute Stelle hatte. Sie war finanziell auf ihren Mann nicht angewiesen und wollte vor allem, dass er sie in Ruhe leben lässt. Sie wollte Ruhe! Deshalb war das auch kein Rosenkrieg."

Allerdings berichtete er auch, dass es vor einigen Monaten nachts hinter dem Wohnhaus gebrannt habe. Sie sei sicher gewesen, dass ihr Ex-Mann dahinter steckte.

Deshalb hatte sie "Angst, dass noch Schlimmeres passieren könnte" und wollte eine Alarmanlage installieren.

Gegen den Verdächtigen wurde Untersuchungshaftbefehl wegen Totschlags erlassen. Eine Anklage liegt aktuell aber nicht vor.


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