Sergej Karimow (†33) gestorben! Er wurde Deutscher Meister mit dem VfL Wolfsburg

Wolfsburg - Schockierende Nachricht! Ex-Fußballspieler Sergej Karimow (33) ist tot. Das teilte der VfL Wolfsburg mit, bei dem der einmalige kasachische Nationalspieler früher aktiv war.

Marcelinho (M.) bereitete den wichtigsten Karriere-Treffer von Sergej Karimow (r.) vor.
Marcelinho (M.) bereitete den wichtigsten Karriere-Treffer von Sergej Karimow (r.) vor.  © imago images / Bernd König

Hinsichtlich der Todesursache machten die Wölfe keine Angaben.

Im Statement heißt es: "Wir trauern um unseren ehemaligen Spieler Sergej Karimow, der im Alter von nur 33 Jahren verstorben ist, und sind in Gedanken bei seiner Familie, den Angehörigen und seinen Freunden.‬ Ruhe in Frieden, Sergej."

Auch sein einstiger Mitspieler Grafite zeigte sich erschüttert und kommentierte den VfL-Post bei Twitter mit den rührenden Worten: "Ich bete zu Gott, dass du die Familie Sergeis in dieser schwierigen Zeit trösten und wieder gutmachen kannst! Ruhe in Frieden, Kumpel.. Rest In Peace Sergej.🙏🏿🙏🏿🙏🏿".

Nicht nur Grafite wird sich an das entscheidendste Spiel in der Karriere seines einstigen Kollegen erinnern: Denn am 30. Januar 2008 kam Karimow im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den FC Schalke 04 zu seinem ersten Einsatz im Wettbewerb und war der VfL-Held der Partie.

Wolfsburg lag mit 0:1 zurück, als Marcelinho in der Nachspielzeit Karimow bediente und der Kasache den vielumjubelten 1:1-Ausgleich erzielte. Die Wölfe erreichten das Elfmeterschießen, wo Karimow dann auch noch den entscheidenden Elfer zum 5:3-Sieg verwandelte und seinen Verein ins Viertelfinale schoss.

Sergej Karimow blieb der endgültige Durchbruch im Profifußball verwehrt

Sergej Karimov (vorne) wurde 2009 mit dem VfL Wolfsburg Deutscher Meister. In der 1. Bundesliga kam er fünf Mal für die Wölfe zum Einsatz.
Sergej Karimov (vorne) wurde 2009 mit dem VfL Wolfsburg Deutscher Meister. In der 1. Bundesliga kam er fünf Mal für die Wölfe zum Einsatz.

Insgesamt schnürte der Linksverteidiger elf Jahre die Stiefel für den VfL, nachdem er zuvor für den SSV Vorsfelde und SV Velstove gekickt hatte.

Er schaffte über die Jugend-Mannschaften auch den Sprung in die Zweite Mannschaft. In der U23 war er Leistungsträger und erhielt deshalb sogar einen Profivertrag.

Folgerichtig kam er unter Coach Felix Magath am 8. Dezember 2007 (1:3 beim VfB Suttgart) auch zu seinem Bundesliga-Debüt.

Es sollten noch vier weitere Einsätze für den VfL in Deutschlands Eliteliga folgen. So zählte Karimow 2009 auch zur legendären Meistermannschaft der Wölfe.

Doch den endgültigen Durchbruch schaffte er in Wolfsburg nicht, weshalb er im Sommer 2011 zum MSV Duisburg wechselte, wo er zweimal in der 2. Bundesliga und einmal im DFB-Pokal zum Einsatz kam, ehe er aufgrund mäßiger Leistungen nur noch in der U23 eingesetzt wurde.

So verließ er die Zebras im Sommer 2013 und war ein halbes Jahr vereinslos, ehe er nach Wolfsburg zurückkehrte und dann sechs Monate für den USI Lupo-Martini spielte. Sein Einsatz am 9. März 2014 gegen den 1. FC Wunstorf sollte sein letzter sein. In seiner einzigen Partie für den USI erzielte Karimow in der 6. Minute den 1:0-Führungstreffer und spielte beim 3:0-Sieg über 90 Minuten durch.

Doch verletzungsbedingt blieb es bei diesem einen Einsatz. Seit Sommer 2014 pausierte Karimow dann.

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