Behörde hält Terroranschlag mit Drohne für denkbar

Ein Einsatz von Drohnen bei Großveranstaltungen ist ein Szenario, was für Behörden denkbar ist (Symbofoto/Montage).
Ein Einsatz von Drohnen bei Großveranstaltungen ist ein Szenario, was für Behörden denkbar ist (Symbofoto/Montage).  © DPA

Berlin – Moderne Elektromotoren und Akkus haben es möglich gemacht. Für wenig Geld kann jeder kleine Fluggeräte mit mehreren Propellern, sogenannte Drohnen, kaufen. Und die Flieger können auch immer schwere Lasten tragen, was sie zu einer potentiellen Gefahr macht.

In den vergangenen Jahren hat die Zahl der Drohnen in Berlin immer mehr zugenommen. Das lässt sich an der Zahl der erteilten Erlaubnisse zum Aufstieg dieser Fluggeräte erkennen.

Seit 2013 hat sich die Zahl der von der Luftfahrtbehörde erteilten Starterlaubnisse mehr als verdoppelt. Vor vier Jahren waren es 247, 2016 schon 532. Das geht aus einer Antwort der Senatsjustizverwaltung auf eine Anfrage des SPD-Abgeordneten Tom Schreiber hervor.

Die Dunkelziffer der nicht genehmigten Drohnenflüge dürfte beträchtlich höher liegen. So setzen Kriminelle Drohnen ebenfalls ein, zum Beispiel um verbotene Gegenstände in Gefängnisse einzuschmuggeln.

Im vergangenen Jahr wurden zwei Abwürfe von Drohnen im Hof des Gefängnisses Moabit bemerkt. Sichergestellt wurden sechs Gramm Marihuana und elf Gramm Haschisch.

Mit einer ganzen Reihe von Maßnahmen gehen die Gefängnisse gegen diese Versuche vor: die Höfe und andere Flächen werden abgesucht, viele Fenster von Gefängniszellen haben bereits feinmaschige Gitter, so dass Gegenstände nicht von außen hereingezogen werden können.

Und auch Terroristen können die Fluggeräte für ihre perversen Ziele einsetzen.

Für möglich hält der Senat beispielsweise Angriffe mit Drohnen gegen große öffentliche Veranstaltungen. Verschiedene Formen von Drohnen-Einsätzen seien in dieser Hinsicht denkbar hieß es, etwa als "Transportmittel für Sprengstoff".

Titelfoto: DPA


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