Sex nur noch mit amtlicher Anmeldung: Das ändert sich für Prostituierte in OWL

Wer sich in OWL prostituiert muss sich ab 1. Juli amtlich anmelden.
Wer sich in OWL prostituiert muss sich ab 1. Juli amtlich anmelden.  © DPA

Bielefeld - Wer als Prostituierte in Ostwestfalen-Lippe arbeiten will, muss sich ab dem 1. Juli auf Änderungen einstellen. Denn ab diesem Tag gilt für alle Sexarbeiterinnen eine amtliche Anmeldepflicht.

Das ist im neuen Prostituiertenschutzgesetz vorgeschrieben. In OWL wird die Melde-Stelle in Bielefeld eingerichtet.

"Die Mitarbeiter klären über Arbeits- und Sozialrecht auf, geben Hilfestellungen bei Bedarf und zeigen eventuell Möglichkeiten eines Ausstiegs auf", erklärt Sozialdezernentin Anja Ritschel gegenüber der Neuen Westfälischen.

Es geht vor allem um den Selbstschutz der Frauen. Für die Beratungsstelle in Bielefeld wird neues Personal eingestellt. Insgesamt sollen laut Schätzungen in OWL rund 1150 Prostituierte leben, wobei "von einer breiten Grauzone ausgegangen werden muss".

Wer sich zukünftig bei der Stadt anmeldet, bekommt eine Bestätigung ausgehändigt. Nur mit der dürfen sie dann dem Sex-Gewerbe nachgehen. Wer bereits im Geschäft ist, hat noch bis zum Ende des Jahres für die Anmeldung Zeit.

Auch für die Betreiber von Bordellen, Laufhäusern, mobilen Puffs und Escort-Vermittlungen ändert sich etwas ab dem 1. Juli: Denn auch brauchen dann eine Erlaubnis. Die erhalten sie von den jeweiligen Städten und Kreisen.

Titelfoto: DPA


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